Uroma wandert heiter, schneller, leichter, weiter!
Uroma, drei Urenkelkinder habe ich jetzt schon und werde bald 75 Jahre alt.
Wandern, das ist für mich das reduziert sein auf ein Minimum, und von daher so dankbar für alles Gute, was einem auf dem Weg passiert.
Und heute ist viel Gutes passiert. Aber davon später.
Uroma wandert heiter. Ja, wie sonst soll man wandern? Das eingebunden sein in die Natur macht glücklich! Auch wenn die Trauer um Yukon noch ganz lebendig ist, so ist meine Grundstimmung doch heiter.
Uroma wandert schneller ! Ich habe es nicht drauf angelegt, es kam mir nie darauf an, eine sportliche Leistung zu erbringen, aber inzwischen gehe ich meist 3 km in der Stunde. Das ist sehr langsam, ich weiß, aber vor zwei Jahren auf der Wanderung habe ich nie mehr als 2 km in der Stunde geschafft. Ich glaube, ich hatte damals schon die Darminfektion.
Uroma wandert leichter ! Vor zwei Jahren bin ich 10 km gewandert , habe dann eine lange Mittagspause gemacht und mir nachmittags immer noch mal einen km abgerungen, wieder große Pause, noch einen km , wieder Pause usw. bis ich auf 15 km am Tag kam.
Jetzt strengt mich das Wandern längst nicht so an. Abends bin ich zwar müde, aber nie so völlig ausgepumpt.
Na ja, und daraus ergibt sich: Uroma wandert weiter. Da ich mehr Kraft habe, ist es inzwischen so, dass ich größere Strecken am Tag gehen kann.
Das soll keinesfalls darauf hinaus laufen, dass ich möglichst viele km am Tag schaffe, es soll sich in jedem Augenblick gut und richtig anfühlen.
Aber heute bin ich ca 22 km gewandert und fühle mich sehr, sehr wohl.
Aber nun zum heutigen Tag:
Die Nacht war kalt, aber mein Schlafsack so schön kuschelig. Nur das Aufstehen kostet ein wenig Überwindung. Trotzdem habe ich es geschafft, um sechs aufzustehen. Ich wusste, ich habe eine lange Strecke vor mir. Nachmittags ging der Weg nämlich nicht mehr durch Dörfer, so dass ich unbedingt Dettenheim erreichen wollte, um mir Trinkwasser für die Nacht zu besorgen und in der Gaststätte etwas zu essen. Gegen halb acht hatte ich zusammengepackt und machte mich auf den Weg.
Nach etwa einer Stunde hatte ich das Naturfreundehaus erreicht. Ich hoffte so sehr, dort duschen zu dürfen.
Also fragte ich, ob ich einen Kaffee bekommen könne und ob ich duschen dürfe.
Das war gar kein Problem, ich durfte! Und ich sage euch, es ist hundert mal schöner, sich mit warmem Wasser die Haare zu waschen! Mich im Bach ganz zu waschen ist sehr, sehr schön und mir auch nicht zu kalt. Aber im Bach die Haare zu waschen macht keinen Spaß.
Dann bekam ich nicht nur einen Kaffee, sondern ein komplettes Frühstück als Geschenk vom Wirt.
Der Weg geht seit Tagen durch sanftes, hügeliges Land. Oft an der westlichen Fränkischen Alb Kante entlang, mit weiten Blicken in die Landschaft. Da es aber immer diesig ist, ergeben sich keine schönen Fotos.
Es sind vor allem die kleinen Dinge am Wegrand, die mich bewegen:
Da steckt ein letzter Löwenzahn sein goldenes Köpfchen der Sonne entgegen,
eine Wegewarte leuchtet mich mit ihren blauen Augen an, letzte Skarbiosen oder Glockenblumen präsentieren sich in ihrer vollen Schönheit.
Die grazile Eleganz der Hagebuttenranken fasziniert mich immer aufs Neue.
Inzwischen färben sich auch die Bäume bunt. Das reine Grün wechselt zu Oliv, die Kirschbäume leuchten rot, auch der Ahorn färbt sich in den äußeren Spitzen schon ins Rötliche. Die Weissbuche ( sie gehört zu den Birkengewächsen und heißt wegen ihres hellen Holzes Weissbuche) bekommt gelbe Blätter, während die Rotbuche nur ganz wenig Gelb aufweist, sondern sich sofort in rostrotes Braun verfärbt.
Warum leuchten einige, wenige Brombeerblätter blutrot, während alle anderen grün sind?
Mit meinem meditativen Singsang wandere ich zügig dahin, nur selten begegnet mir ein Radfahrer oder, in der Nähe von Parkplätzen, einige Spaziergänger.
Der Weg fällt mir leicht und schon gegen 4 Uhr habe ich Dettenheim erreicht.
Aber es gibt kein Gasthaus, also kein warmes Essen. Auf einem Bauernhof frage ich nach Trinkwasser und bitte, ob sie mir drei Schnitten Brot und etwas Butter verkaufen können.
Daraufhin werde ich zu Kaffee und Kuchen eingeladen, bekomme Braten mit Kartoffelklössen, Brot, Butter, Käse und Kuchen für unterwegs mit.
Das war heute so ein richtiger Verwöhntag.
Gegen 5 Uhr mache ich mich wieder auf den Weg. Ich möchte am Hexentanzplatz übernachten, noch zwei bis drei km zu gehen. Aber ich fühle mich gut und gestärkt.
Am Hexentanzplatz gibt es eine Schutzhütte, das bedeutet, ein ganz gerader Schlafplatz und morgen früh ein trockenes Zelt.
Als ich ankomme sind viele Menschen dort. Ich glaubte, es sei eine Jugendgruppe, die feiern wollte. Dann hätte ich weiter ziehen müssen.
Aber es war eine türkische Großfamilie, die gegrillt hatte und gerade im Aufbruch war. Sie boten mir noch Fleisch an, aber ich war satt. Sie fragten, ob ich irgend etwas brauche, dann würden sie fahren und es mir besorgen. Aber ich war wunschlos glücklich.
In der, nach drei Seiten offenen, Hütte stellte ich mein Zelt auf. Es steht auch ohne Häringe. So fühle ich mich wollen und geschützter, als wenn ich nur so in der Hütte liegen würde.
Morgen werde ich dem Frankenweg verlassen, um durch Treuchtlingen zu gehen.
Ich möchte dort das Museum besuchen und werde später wieder auf den Frankenweg stoßen.
Heute Abend ist es nicht kalt.
Ich wünsche euch eine schöne Woche
Heide
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wanderheide am 05. Oktober 14
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Ein Tag mit meiner Schwester
Heute etwas gerafft, denn es ist ziemlich kalt im Zelt.Ich habe gut geschlafen und konnte in den Tag hinein bummeln , weil ich mich um 11 Uhr mit meiner Schwester in Kaltenbuch treffen wollte. Da hatte ich viel Zeit. Dehnübungen und lange Pausen an besonders schönen Plätzen Habe ich richtig genossen. Der Weg führt am Albabbruch entlang und so hat man stellenweise einen Blick von 180 Grad ins tiefer liegende Land.
Als ich im Bushäuschen saß und auf meine Schwester wartete, kamen Sylke und Petra vorbei, die ich gestern kennengelernt hatte.
Sie hatten große Probleme gehabt, eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden, mussten weit vom Wanderweg ab und waren deshalb spät dran.
Mit Hermi, meiner Schwester, haben wir vorwiegend im Restaurant gesessen und erzählt. Wir sehen uns selten. Dann haben wir noch Weißenburg, ein wunderschönes kleines Städtchen mit großzügigen Plätzen, alten Giebeln und vielen Strassencafes angeschaut. Um 4 Uhr hat Hermi mich wieder in Kaltenbuch abgesetzt, so konnte ich noch ein Stück wandern.
Aber es war schwierig, einen Schlafplatz zu finden. Das Gelände ist steil,die Wegränder voller Gestrüpp und Niedrigen Schlehen.
So habe ich den ersten möglichen Platz genommen, als es schon kurz vor sieben war. Am Wegrand, nicht unter Bäumen, so dass das Zelt morgen taunass eingepackt werden muss, aber immerhin gerade.
Mir ist kalt, ich will mich in den Schlafsack kuscheln.
Der Mond scheint mir ins Gesicht.
Euch allen eine gute Nacht und einen schönen Sonntag
Heide
wanderheide am 05. Oktober 14
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Ist das Wildschwein taub, stur oder vertrauensselig?
Na ja, es war nur bedingt eine ruhige Nacht.
Als ich gegen Mitternacht aufwachte, war das Wildschwein ziemlich nah.
Es zertrat die trockenen Äste, was laut knackste und grunzte leise und zufrieden vor sich hin.
Ich dachte, etwas mehr Entfernung sei mir lieber und klatschte einige Male laut in die Hände. Es knackste und grunzte ruhig weiter. Ich rief laut Haaaa. Es knackte und grunzte weiter. Darauf beschloss ich, es mal mit meinem Taschenalarm zu versuchen, der ein lautes wie,wi, wi von sich gibt. Das Schwein knackte und grunzte weiter.
Ist es taub, stur, dumm oder vertrauensselig fragte ich mich. Ich beschloss, letzteres anzunehmen. Das Grunzen klang wirklich nett, ganz zart.
Nachdem ich es nicht vertreiben konnte, beschloss ich, weiter zu schlafen.
Am Morgen bewunderte ich die Diskretion des Tieres, es war nur auf etwa 4 m an mein Zelt heran gekommen. Das konnte ich an dem frisch aufgewühlten Moos sehen.
Gut ausgeschlafen wanderte ich weiter. Aber o weh, der Weg, der immer noch bergan führte und so schmal war, dass er kaum noch zu erkennen war, war ganz schlecht ausgeschildert. Ich verlor den Weg. So beschloss ich abwärts, auf die Strasse zu gehen um in Ohlig wieder auf den Wanderweg zu treffen. Aber in Ohlig gab es auch kein Wanderzeichen. So versuchte ich mein Glück nach den Angaben der Wanderkarte und nach der Himmelsrichtung. Zum Glück schien die Sonne.
Aber das Gelände war so steil, dass ich mich an vorgegebene Wege halten musste, auch wenn sie in die falsche Richtung führten.
Zwei, drei Stunden bin ich so umhergeirrt und war zugegebener Massen etwas frustriert. Ich ging schließlich ins Tal, um auf kleinen Strässchen in weitem Bogen wieder auf den Wanderweg zu treffen. Ich hatte mir vorgenommen, wenn ich den Wanderweg wieder gefunden habe, mache ich Mittag.
Die Sonne strahlte, es war kaum jemand unterwegs, so dass ich, auf einem Baumstamm sitzend, ein Sonnenbad nehmen konnte.
Alle meine Sachen hatte ich um mich herum ausgebreitet. Sie sollten in der Sonne lüften.
Ich hatte gerade gegessen, da kamen zwei Wanderinnen vorbei. Sylke und Petra. Sie machen einmal im Jahr eine Schwesternwanderung. Sie setzten sich zu mir und packten ebenfalls ihr Proviant aus.
So bekam ich noch ein köstliches Knäckebrot, ein Stück Käse, ein Stück Gurke und einen Apfel. Heute muss ich nicht essen gehen! Morgens hatte ich schon eine Brezel und zwei Birnen bekommen, als ich um Trinkwasser gebeten habe.
So abwechslungsreich habe ich lange nicht mehr gegessen.ausserdem erfuhr ich, dass der Wanderweg, anders, als in der Karte eingezeichnet, gar nicht über Ohlig führt.
Nachdem ich zusammengepackt hatte, ging ich ohne Hast weiter.
Wie froh war ich, als ich an einer Quelle vorbei kam, an der ich mich waschen konnte! Wasser ist ein so großes Geschenk! Und durstig war ich auch. Einen Liter habe ich auf einmal getrunken und mir genügend Wasser für die Nacht mitgenommen.
Morgen kommt meine Schwester, um mich zu besuchen. Da ich schauen musste, dass wir uns in einem Ort treffen, den sie mit dem Auto anfahren kann, hatte ich es heute nicht eilig, etwa 13 km Frankenweg habe ich geschafft. Wenn man aber die vielen Umwege einbezieht, kann ich ganz zufrieden sein.
So, heute gibt es keine Wildschweine
Schönes Wochenende
Heide
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wanderheide am 03. Oktober 14
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Noch ein Versuch Bilder
wanderheide am 03. Oktober 14
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Noch ein Versuch Bilder
wanderheide am 03. Oktober 14
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Bilder,verkehrt rum
wanderheide am 02. Oktober 14
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Wie ich meine Wäsche trockne
Wenig habe ich geschlafen, in der vergangenen Nacht. Der Platz hatte möglicherweise zu viel Energie.
Dann ist die Kirchenglocke blöd, sie sagt einem, dass man immer noch nicht schläft. Ohne Uhrzeit wäre es besser.
Na ja, ich bin trotzdem gut aufgestanden, kam schon kurz vor acht los. Es war richtig neblig! Wunderbar. Ich liebe Nebel! Ich wanderte frohgemut dahin, ärgerte mich über die unzureichende Beschilderung und wunderte mich, dass ich eine Kapelle sah, die der glich, in der ich geschlafen hatte. Haben die ihre Kapellen in Serie gebaut? Dachte ich.
Aber nein, ich war im Kreis gelaufen und wieder an meinem Schlafplatz angekommen.
Dann fand ich den richtigen Weg.
Als ich ein kurzes Stück auf der Strasse gehen musste, hielt ein Auto an und eine freundliche Frau meinte, ich sähe so erschöpft aus, sie wolle mir eine Birne schenken. Eine wunderbar süße und saftige Birne. Ich sagte ihr, ich sei nicht erschöpft, aber die Birne nehme ich trotzdem gern.
Dann fiel mir ein, warum die Frau glaubte, ich sei erschöpft. Ich hatte klitschnasse Haare. Sie glaubte wohl, ich sei verschwitzt. Aber nein, ich hatte einen wunderbaren Bach gefunden.dort habe ich nicht nur mich und meine Wäsche gewaschen, sondern auch meine Haare. Zugegeben, das war eisig kalt. Drei mal habe ich meinen Kopf unter den Wasserfall gehalten. Zwischendurch musste die Kopfhaut sich erst wieder erwärmen, weil die Kälte am Kopf weh tut.
Wenn ich mich am Bach wasche, achte ich darauf, das möglichst wenig Seife ins Wasser gelangt. Ich fülle Wasser in meine eine Trinkflasche und spüle mich bzw meine Haare zunächst am Ufer ab.da wird die Seife durch den Boden gefiltert.
Ja und nun erzähle ich euch mal, wie man Wäsche trocknet, wenn es draußen neblig ist. Man lässt die Wäsche am Rucksack, außen abtropfen.
Dann ziehe ich z.B. die nasse Bluse über den Rolli, bis sie trocken ist.
Danach ziehe ich das schwarze, leichte Wollhemd über den Rolli, bis es nur noch etwas feucht ist. Dann ziehe ich das Wollhemd auf die nackte Haut, die Bluse drüber und der Rolli kann außen am Rucksack nachtrocknen.
Die Strümpfe werden mit Sicherheitsnadeln an die Leggins gesteckt und hängen dann vorn auf dem Oberschenkel. Darüber kommt die leichte Wanderhose. Die hat dann vorn zwar große nasse Flecken, aber ich bin ja allein unterwegs. Nach wenigen Stunden sind die Strümpfe trocken.
Diese Methode geht aber nur, solange ich beim Wandern schwitze. Wenn es kalt wird, muss ich mir was einfallen lassen. Wahrscheinlich Übernachtung im Zimmer.
In Thalmässing habe ich am späten Nachmittag etwas gegessen und bin dann noch ein Stück gelaufen. Ich wollte an einem Bach übernachten. Aber der Bach war ein winziges Rinnsal. So ging ich weiter bis ich auf der Höhe war.
Dort habe ich einen ebenen Platz gefunden,im bemoosten Fichtenwald.
Inzwischen haben auch die Wildschweine Ruhe gegeben. Das Käutzchen hat sich etwas entfernt, es verspricht, eine ruhige Nacht zu werden.
Habt einen schönen Tag, morgen
Heide

In dem Schuh, der mit seinem Absatz zwischen zwei Pflastersteinen Fest hängt, seht:in Berching bleibt man gerne hängen. Das fand ich witzig.
wanderheide am 02. Oktober 14
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wanderheide am 02. Oktober 14
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Zur Nacht beim Heiligen Franziskus
Die Nacht von Montag auf Dienstag war ruhig, nur der Bach plätscherte. Ich hatte vorgehabt, schon um halb sechs aufzustehen, ich gehe abends ja auch früh schlafen. Aber dann habe ich den Wecker ausgestellt und bis sieben geschlafen. Was solls,mich treibt ja nichts!
Der Morgen war verhangen. Diese stille Stimmung, die ich so sehr liebe. Die Landschaft ist seit Tagen ähnlich.
Meist geht es über Wiesen und Felder, an Waldrändern entlang, nichts, was viel Fremdenverkehr anziehen würde.
Ich freue mich an der frisch umgebrochenen Scholle, an dem feinkrumig geäggten Feld, das daliegt wie zarter, brauner Samt.
Ich frage mich, warum links des Weges der Acker mit kleinen Steinen übersähet ist und rechts kein einziger Stein in der Erde zu sehen ist.
Ich bewundere die sprießende Saat des Wintergetreides. So viel Lebenswille!
Leider verdrängt Tritikale immer mehr die hergebrachten Sorten. Tritikale ist anspruchsloser und ergiebiger, kann aber nur für die Mast verwendet werden.
In einem Acker stand Zwischenfrucht mit entzückenden kleinen Wicken. Die Flügel weiss und die Lippen rosa. Dieses Bild begleitet mich bestimmt noch viele Tage.
Der Weg ist nicht immer zureichend beschildert. So versuche ich erst die eine Richtung, nachdem kein Wanderzeichen kommt, gehe ich den anderen Weg.
Auch kein Wanderzeichen. Ich frage den Bauern, der gerade auf dem Feld arbeitet.
Er rät mir. Ins Tal zu gehen, da das Gasthaus im nächsten Ort, das ich angepeilt hatte, geschlossen hat. Der Wirt ist mit der Kartoffelernte beschäftigt. Der Bauer, der den Trecker fährt, ist 86 Jahre alt. Wenn er aufhört, stirbt der Hof. Sein Sohn kann und will ihn nicht weiterführen. Die Preise sind zu schlecht.
Also mache ich einen kleinen Schlenker und und wandere dann am alten Ludwig Donau Main Kanal entlang nach Berching.
Berching ist eine zauberhafte kleine Stadt, Stadtmauer, Türme und Tore sind vollständig erhalten. Auf dem geräumigen Marktplatz kann man Giebel aus allen Zeitepochen sehen. Manche sind so breit, wie ich sie noch nirgends gesehen habe.
Ich schätze, dass es Giebel aus der Barockzeit sind, konnte aber bei Wikipedia nicht nachschauen, weil mein Netzempfang wieder mal zu schwach ist.
Jenseits des Main Donau Kanals wollte ich mir Trinkwasser zur Nacht besorgen.
Der freundliche Herr fragte mich, wo ich noch hin wolle. Ich suchte ja nur nach einem ebenen, geraden Schlafplatz.
Da schlug er mir den Platz gegenüber, an der Kirche vor. Daraufhin fragte ich ihn, ob er mein iPad aufladen könne.
Erst am Abend habe ich geschaut, wie weit ich gewandert bin. Tagsüber habe ich bewusst vermieden, km zu zählen, weil das ja nicht Sinn meiner Wanderung ist. Es soll sich jederzeit gut anfühlen. Nachdem ich am Vortag sehr auf die km geachtet hatte und mich an meiner Leistung freuen konnte, bin ich nun gewandert, wie sich ein Windrad bei ganz leichter Briese dreht. Langsam und stetig, mit nur kleinen Pausen.wie erstaunt war ich, dass ich trotzdem wieder 17 km gegangen bin.
Ich habe trotz der nahen Strasse gut geschlafen. Ich kann mir abends sagen, welche Geräusche mich nichts angehen und die dann ausblenden.
Heute Morgen bekam ich nicht nur das iPad zurück, sondern auch noch einen heißen Kaffee.
So wanderte ich erst nach acht weiter. Immer bergauf, bis zur Kapelle der 14 Nothelfer. Dort machte ich auf einer Bank meine Dehnübungen. Das ist ganz, ganz wichtig, damit die Muskeln geschmeidig bleiben. Dann ging es weiter. Immer noch bergauf. Bestimmt anderthalb bis zwei Stunden.
Dann allerdings blieb der Weg auf der Höhe, bis er kurz vor Obermässing steil abwärts, in den Ort führte. Etwa einen km vor dem Ort fing es leicht an zu regnen.
Da ich nur ganz leicht bekleidet war, beschloss ich, nicht erst das Regencape anzuziehen, sondern mich zu beeilen und ruhig ein wenig nass zu werden.
Unmittelbar bevor es zu giessen anfing erreichte ich ein Gasthaus, aber es war geschlossen. Also stellte ich mich in einem Hauseingang unter.
Später konnte ich dann zu einem Vereinsheim gehen, wo ich etwas zu essen bekam.
Das Wetter war inzwischen freundlicher geworden. Ich wanderte nur 500 m aus den Ort hinaus und fand eine Kapelle. Der Heilige Franziskus ist als Figur dargestellt.
Die Kapelle ist nach vorn ganz offen, nur mit einem Holzzaun und Türchen versehen.
Der ideale Schlafplatz ! ! !
Ich brauche kein Zelt aufzubauen, sitze auf einer Bank , auf der ich auch meine Sachen ausbreiten konnte und bin zufrieden.
In dem Vereinsheim konnte ich nicht nur mich, sondern auch meine Sachen waschen, die jetzt über dem Zaun zum trocknen hängen. Also alles perfekt. Ich denke, Franziskus wird nichts dagegen haben, dass ich bei ihm nächtige. Ich erweise ihm ja den gebührlichen Respekt.
Sein Sonnengesang gehört zu meinen Lieblingstexten.
Nun ist es stockfinster, mit meiner Kopflampe strahle ich den Heiligen an, bevor ich gleich schlafen gehe.
Heute ist der 1.10. jeder erste, ja, jeder Tag kann ein Neuanfang sein.
Möge der Oktober golden sein, vom Wetter und von eurer Stimmung her.
Gute Nacht
Heide
PS wieder kein Netz, so dass ich den Text erst morgen einstellen kann.
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wanderheide am 02. Oktober 14
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Bild

Blick auf Berching.
Weitere Bilder konnte ich nicht laden, da immer Fehler angezeigt werden.
Wahrscheinlich steht das Bild Kopf, ist durch die Spiegelung aber nicht gleich erkennbar
wanderheide am 01. Oktober 14
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Zwischenbericht
Gestern Abend hatte ich kein I Päd , da ein netter Mensch es über Nacht aufgeladen hat. Mir geht es sehr gut. Ich will weiter, deshalb später mehr.
Einen wunderschönen, erfüllten Tag wünscht euch Heide
wanderheide am 01. Oktober 14
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17 km und kein bisschen fertig!
Heute Morgen war es diesig, in den Tälern Nebel. Ich liebe diese verträumte Stimmung. Die Erde hüllt sich in einen Schleier, wie eine Braut.
Ich wanderte über eine Hochebene, frisch gepflügte Felder, glänzende, rotbraune Erde. Dann wieder saftige Wiesen, frisches Grün des Wintergetreides, riesige, hellgrüne Löwenzahnblätter, die ich wie eine Kuh mit Vergnügen kaue. Immer wieder gibt es weite Ausblicke in die Ebene und die Luft ist noch frisch, so dass das Wandern Spaß macht.
Und nun die Sensation: um 11 Uhr bin ich schon neun km gewandert.ohne Pause mit einem Schnitt von DREI km in der Stunde. Sonst habe ich immer nur zwei km geschafft, auch vor zwei Jahren. Nachmittags bin ich noch einmal sechs km gegangen, und, nachdem ich eine riesige Portion Sauerkraut gegessen hatte (in einem Lokal, das eigentlich Ruhetag hatte) bin ich noch einmal zwei km bis zum Bach gelaufen.
Ich wollte mich unbedingt waschen und auch die Unterwäsche und die Bluse sollten ins Wasser. Mit dem letzten Tageslicht habe ich mein Zelt aufgebaut und die Wäsche in den Zweigen der Bäume aufgehängt.
Nun bin ich müde und glücklich und hoffe, dass die Bauern, die mit ihren Treckern immer noch an einer Maismiete hin und her fahren, um alles zu verdichten, doch bald Feierabend machen. Ich kann zwar auch so schlafen, weil die Trecker etwas entfernt sind, aber die wunderbare Stille ist dahin
Gute Nacht und einen schönen Dienstag
Heide
wanderheide am 29. September 14
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Ein wunderschöner Sonntag!
Die Nacht war anstrengend, die Schräge, auf der mein Zelt stand, verhinderte eine ruhige Nacht. Immer wieder habe ich mich gedreht und eine andere Lage versucht. Es half nichts, ich kullerte zur Seite und nach unten. Morgens mochte ich nicht aufstehen, weil ich unausgeschlafen war.
Aber nachdem ich erst einmal am Wandern war, ging alles ganz leicht.
Liebliche Täler, sanfte Hügel und ganz viel Sonnenschein ließen den Tag zu einer einzigen Freude werden. Ich hatte mir vorgenommen, es ganz ruhig angehen zu lassen, weil ja Sonntag ist. So habe ich oft einfach nur in der Sonne gesessen und die Aussicht genossen.
Ein Höhepunkt war der Bach, der an meinem Weg floss. Ich habe eine einsame Stelle gefunden, der Bach tief unten in seinem Bett, so dass ich vor Blicken geschützt war. In der Innenkurve ist das Wasser immer ganz flach, in der Außenkurve tief. So konnte ich gut ins Wasser gehen und hatte es dann schön tief.
Ich achte allerdings immer darauf, dass möglichst wenig Seife in den Bach gelangt.
Die Wäsche drücke ich am Ufer aus, so dass die Seife durch den Boden gefiltert wird. Ebenso meine Waschlappen.
Heute war es so warm, dass ich einen Teil meiner Klamotten am Körper trocknen konnte.
Nachmittags wurde ich von einer Frau, die ich nach dem Weg fragte, zum Essen eingeladen. Anschließend noch Kaffee und Kuchen und dann ging es hinauf zur Ruine Wolfstein, oberhalb von Neumarkt.
Diese Ruine ist wirklich beeindruckend, die Fragmente sind so schön und zeugen von längst vergangenen Zeiten. Und der Blick ins Tal ist berauschend.
Ich habe Fotos gemacht, aber die Netzverbindung ist zu schwach, ich werde sie später ins Netz stellen.
Dann bin ich noch einige km gewandert, immer auf der Suche nach einem geraden Schlafplatz. Das war gar nicht so einfach, die Landschaft ist einfach überall abschüssig. Doch nun liege ich unter einer alten Buche, habe es ganz gemütlich und es fühlt sich gerade an.
So kann ich hoffentlich in dieser Nacht gut schlafen.
Euch allen eine schöne Woche
Heide
wanderheide am 28. September 14
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Gesegnetes Wasser
Das Wandern ging gut, gestern Abend. In Altdorf hatte ich noch einmal Glück. Als ich nach einem Supermarkt fragte, ich musste Nescafé kaufen, fuhr mich die Frau dort hin und wieder an den Wanderweg zurück. Zu Fuß hätte ich eine Stunde gebraucht.
Kurz nach Hagenhausen kreuzt ein Bach den Wanderweg. Wie ich gehofft hatte, fand ich einen prima Schlafplatz, direkt am Bach. Ab und zu hörte ich ein Pferd schnauben, ich zeltete unmittelbar neben einem Gestüt. Wie jeden Abend, sagten mir die Käuzchen gute Nacht.ich habe wunderbar geschlafen.
Da ich das Überzelt nur über die eine Hälfte ziehe ( so kriege ich mehr von der Umgebung mit und das Zelt beschlägt nicht von innen ) muss ich auf der Hut sein, falls es regnet. Obgleich kein Regen angesagt war, fing es nachts an, leise zu nieseln. Das klingt so sanft, eine wunderbare Schlafmusik. Aber vorher habe ich schnell noch das Zelt zu gemacht.
Heute Morgen ging es erst einmal in den Bach, mich und einige meiner Sachen waschen. Zum Frühstück bin ich noch einmal in den Schlafsack gekrochen, damit die Füße wieder warm werden.
Ganz gemächlich bin ich weiter gezogen, zunächst eine lange Strecke bergauf, aber es war gut zu schaffen. Als ich in einem Haus nach Wasser fragte, brachte mir der Mann die gefüllte Flasche und sagte, er habe das Wasser gesegnet. Er würde alles Wasser segnen. Ein Geschenk, nicht nur Wasser, sondern gleichzeitig einen Segen zu bekommen.
Wenn die Landschaft nicht so spektakulär ist, werden sie kleinen Dinge wichtig: die letzten Skarbiosen am Wegrand, der süße Blumenduft im tiefen Wald, von dem ich mir nicht erklären konnte, woher er kam.
Später, als ich über eine Hochebene wanderte, entdeckte ich ein Feld, auf dem als Zwischenfrucht Pflanzen angesät waren, die ich nicht kannte. Sie sahen aus, wie zu groß geratenes Hirtentäschelkraut und verströmten diesen lieblichen Duft, den der Wind in den Wald getragen haben musste.
Die Schwarzen welken Blätter der Pappeln verströmen einen würzig, modrigen Duft, die Eschen, die ihre Blätter sehr spät im Jahr bekommen, verlieren sie mit am ehesten. Und in einem alten Buchenwald war der Boden vollkommen bedeckt mit jungen Ahornbäumchen 10 bis 40 cm hoch. Nicht eine junge Buche stand dazwischen.
Die Menschen hier wehren sich alle gegen die Geplante Hochspannungsleitung, die die Energie aus Windkraft in den Süden transportieren soll.
Ich kann es verstehen! Diese liebliche Landschaft würde verschandelt und unter einer Hochspannungsleitung zu wohnen ist sicher nicht sehr gesund.
Nach einer kurzen Mittagsrast bin ich weiter gewandert, bis kurz vor Pilsach.
Ich wollte nicht mehr in den Ort, weil ich dann Nähe der Autobahn hätte schlafen müssen.
So habe ich mein Zelt in einem Fichtenwald aufgestellt, leider nicht sehr eben.
Ich habe die Luftmatratze mit Klamotten unterlegt, um so die Schräge auszugleichen. Mal sehen, wie die Nacht wird.
Den schönen, weiten Blick über Pilsach und weit ins Land, konnte ich nicht fotografieren, es war zu diesig und sah nicht gut aus. Schade, das hätte ich euch gern gezeigt, selbst wenn es Kopf gestanden hätte.
Übrigens, das i Päd. über Kopf zu halten, damit die Bilder dann richtig im Blog erscheinen nützt auch nichts. Das i Päd erkennt den Fehler und dreht sie automatisch richtig rum.
So, für heute gute Nacht und einen schönen Sonntag
Heide
wanderheide am 28. September 14
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Bilder
Macro

Macro
An einer Stützmauer ein Schweinekopf, ein Rinderkopf und ..... Siehe Bild
Die Landschaft und die Pilze stehen leider wieder Kopf. Vielleicht könnt ihr sie euch am Computer drehen.
Ich wandere jetzt weiter.
wanderheide am 26. September 14
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Heute fällt das Wandern schwer
Vorbei an der Steinernen Rinne bin ich gestern noch gewandert. Der Regen enthält Kohlendioxyd, dieser löst im Untergrund Kalk aus dem Gestein. Wenn dann eine Quelle an die Oberfläche tritt, wird das Kohlendioxyd freigesetzt und der Kalk flockt aus. So entstehen seitlich des jungen Bächleins steinerne Wälle, eine Rinne, durc die das Wasser fließt.
Der Platz ist wunderschön, sogar eine hölzerne, ganz gerade Plattform, auf die ich mein Zelt stellen könnte. Aber es zieht mich weiter. Der Wald geht allmählich zur Ruhe, es ist ganz verträumt, und ich will unbedingt im Wald schlafen.
Mein Überzelt baue ich nur zur Hälfte auf, so bin ich mehr " im Wald"
Schon um neun schlafe ich ein. Das I Päd. Habe ich ausgeschaltet und ganz unten in den Schlafsack gesteckt, denn vor zwei Tagen, als es nachts so kalt war, hat die Batterie 20 Prozent an Leistung verloren. So hat mich das Päd aber nicht geweckt. Ich lag zwar wach, bin aber erst um sieben aufgestanden. Das Laufen war sehr anstrengend, obgleich das Gelände eben war.
Also hab ich noch einmal etwas gegessen, aber das hat auch nichts geändert. Ich fühle mich angestrengt.
Die Gegend ist lieblich, Buchenwälder und kleine Felder lösen einander ab.
Endlich habe ich auch Tierspuren gesehen. Rotwild, Fuchs, Dachs, Marder und die Wildschweine haben auch tüchtig gewühlt. In der Fränkischen Schweiz habe ich kaum Spuren gesehen.
Aber gestern habe ich etwas erstaunliches gesehen: Zwei Jungs waren auf Fahrrädern unterwegs, hinter ihnen her lief eine Katze. Wenn die zurück blieb, haben die Jungs sie gerufen und die Katze kam angerannt.
In der fFränkischen Schweiz waren die vielen Blumengärten und der Blumenschmuck an den Häusern berauschend. Gelebte Kultur und Ästhetik.
Hier, wo die Landschaft nicht so spektakulär ist und nicht so viel Fremdenverkehr ist, fehlen mir diese vielen Blumen.
Heute Vormittag hatte ich nichts mehr zu Essen im Rucksack. Ich fragte also um Wasser und zwei Scheiben Brot und etwas Butter. Ich bekam 4grosse Bauernschnitten, Fest durchgebacken und mit Sauerteig hergestellt.
Dazu ein halbes Pfund Butter. Als ich sagte, das sei zuviel, ich wolle nicht so viel tragen, brachte der alte Mann mir ein Viertel Pfund und noch zwei Bananen. Er meinte, ich bräuchte Calcium. ( meines Wissens haben Bananen viel Magnesium, Äpfel Calcium. Egal, ich brauche beides und geschmeckt hat es vorzüglich.
Gestern hatte ich schon zwei gekochte Eier und einen kleinen Käse, den mir Katja Buchholz mitgegeben hatte. So abwechslungsreich war mein Speiseplan lange nicht. Aber ich gehe fast täglich essen. Das tut gut und hier gibt es zu jeder Mahlzeit Salat.
Jetzt will ich noch nach Altdorf rein wandern, zwei km und nach vier, fünf km einen Schlafplatz suchen. Ich muss nur etwas von der Autobahn weg, man hört sie recht weit.
Die Bilder einzustellen dauert sehr lange, ich Versuch es aber mal.
Andrea hat gesagt, sie musste vor zwei Jahren die Bilder , die ich ihr per Mail geschickt habe, auch immer drehen, bevor sie sie in meinen Blogg stellen konnte.
So, jetzt versuche ich es noch mal mit den Bildern.
Falls es nicht klappt, frage ich euch, ob es jemanden gibt, dem ich sie per Mail schicken kann und der sie dann einstellt
Liebe Grüsse Heide.
Ich habe gegessen, die Sonne scheint, seit Tagen zum ersten mal und ich will bald weiter.

das Bild zeigt eine riesige Rotbuche von ganz ungewöhnlicher Form
wanderheide am 26. September 14
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Es ist soooo schön unterwegs zu sein
Ihr Lieben,
An der Lillachquelle war es kalt, morgens nur drei Grad, aber ich habe nicht gefroren und da mir so schön warm war, fiel es mir auch nicht schwer, mich im kalten Bach zu waschen.
Dann bin ich weiter gezogen.
Der Weg war nicht sehr anstrengen, leichte Steigungen, eine ruhige Landschaft,keine spektakulären Felsformationen mehr, sondern nur ab und zu bemooste große Steine.
Ich singe leise mein Mantra vor mich hin und habe nur Freude am Wandern.
In Schnaittach gibt es ein Abendessen und anschließend schaffe ich es gerade mal aus dem Ort heraus. Ich übernachte auf einer Streuobstwiese mit Blick auf den Ort.
Streuobstwiese heißt das nicht, wie ich dachte, weil das Obst streut, sondern weil die Bäume,sowohl von den Sorten, als auch von der Anordnung nicht geordnet sind, sondern wie hingestreut.
Und die Küchenschelle ( eine Blume) hat nichts mit einer Küche zu tun, sondern die Blüte sieht wie eine kleine Kuhglocke aus. Kuh verkleinert gleich Kühchen.
Gleich am Morgen begann der erste steile Aufstieg zum Rothenberg mit einer barocken, riesigen Festungsanlage. Von der Rückseite, an der der Wanderweg vorbei führt, sah es fast aus, wie ein Betonbunker. Erst bei genauerem Hinschauen bemerke ich, dass es neue Steine sind, die maschinell geschnitten wurden und aber genau übereinander lagen. Die Festung wird laufend wieder aufgebaut.
Eine Besichtigung war nicht möglich, es war noch zu früh.
Dann ein ungeheuer anstrengender Abstieg, zum Teil sehr steil und rutschig.
Und sofort der nächste steile Anstieg zum Glatzenstein. Man hatte aber kaum Aussicht, ich dachte, man würde von dort weit sehen können.
Wieder ein steiler, gefährlicher Abstieg. In den Alpen hätte man an solchen Stellen eine Seilsicherung.
Dann noch zwei mal über einen Gipfel, den großen und kleinen Hansgörgel, zu denen der Anstieg aber nicht so steil war, weil ich relativi weit oben weiter wandern konnte. Als ich in Kühnhofen ankam, war ich fix und fertig, obwohl nur etwa neun km hinter mir lagen. Ich habe gegessen,einen wunderbaren Karpfen blau.
Dann wollte ich am Bach, ein wenig am Dorfrand übernachten.
Als ich mein Zelt aufgebaut hatte, kam eine junge Frau, Katja Buchholz, und fragte, ob ich es warm hätte und irgend etwas brauche.
Ich bat sie, mein iPad aufzuladen, würde morgens zum Kaffee eingeladen und fragte, ob ich auch duschen dürfe.
Nach einer ruhigen Nacht war ich schon so früh wach, das ich beschloss, mich doch im Bach zu waschen.das kalte Wasser tut mir so gut!
Nachdem ich zusammengepackt hatte, bekam ich einen Kaffee, ein Müsli, konntemeine Haare und etwas Wäsche waschen und bin dann wohlgemut weiter gezogen.
Das Wetter ist bedeckt, aber es hat nicht geregnet, ein Vorteil. Der Weg führte mit leichten Steigungen Bergauf, bergab, meist ging es durch dichte, naturnahe Wälder, die in dem Dunst ganz verträumt dalagen.
10 km bin ich schon gewandert, fühle mich noch ganz unternehmungslustig, aber ich schaffe es wohl wahrscheinlich nicht mehr zu einer Ortschaft. Deshalb muss ich rechnen, dass ich keinen Netzempfang habe.
So sitze ich jetzt in einer Wirtschaft um euch zu erzählen, wie es mir geht.
Bilder versuche ich später einzustellen, jetzt will ich weiter.
Euch ALLES GUTE
Heide
wanderheide am 25. September 14
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Kleiner Zwischenbericht
Gestern Abend hat eine ganz liebe Frau mein iPad genommen und es über Nacht aufgeladen. Deshalb konnte ich nicht mehr in den Blog schreiben.
Heute früh würde ich zu Kaffee und Müsli eingeladen und jetzt bin ich wieder unterwegs. Alles Weiter später
Gruss Heide
Es geht mir sehr, sehr gut!
wanderheide am 25. September 14
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Zu müde zum Schreiben
Heute nur kurz, ich bin sehr müde! Die Bilder stehen nach wie vor Kopf, das macht keinen Spaß . Ich bin heute wieder 15km gewandert und dann schön essen gewesen. Jetzt liege ich auf einer Obstwiese unter einem Apfelbaum oberhalb von Schnaittach.
Gute Nacht, morgen ausführlicher
Liebe Grüsse
Heide
wanderheide am 23. September 14
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Macro

wanderheide am 23. September 14
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Bis zur Lillichquelle
Ihr Lieben,
Die Nacht war besser, als gedacht.
In dem Carport stand nämlich ein großer Anhänger, ganz gerade und über zwei Meter lang.
Natürlich kletterte ich da rein!
So musste ich meine Sachen nicht auf den schmutzigen Boden legen, war vor Blicken und vor Wind geschützt und habe bis gegen halb fünf gut geschlafen. Dann würde der Verkehr auf der Strasse zu laut.
Zum Frühstück habe ich mir in der Bäckerei ein Stück Pflaumenkuxhen geholt und einen heißen Kaffee und dann ging es los.
Schon nach einem km fand ich eine geeignete Stelle, an der ich mich waschen konnte, an einem kleinen Bach. Dann habe ich auf der Bank, die dort stand auch gleich meine Dehnübungen gemacht , bevor ich mit viel Lust und Kraft weiter gewandert bin. Die Steigungen machen mir nichts mehr aus, sofern sie nicht zu lang und steil sind.
In Gräfenberg gab es das erste Gewitter, aber ich konnte mich unterstellen.
Knapp eine Stunde später dann wieder ein heftiges Gewitter mit Sturmböen.
Als ich aus dem Wald heraus kam, sah ich ein Gebäude. Zunächst wollte ich mich unterm Dach unterstellen, bin dann aber um das Haus herum gegangen und fand eine offene Werkstatt, in der offenbar Autoreifen gewechselt werden.
Da sitze ich nun auf meinem Rucksack und schreibe die erste Hälfte meines Blockes.
Bis 20 Uhr sind schwere Gewitter angesagt, dann will ich nicht zelten. Mal sehe, was sich ergibt.
Jetzt hört es auf zu regnen und ich werde weiter ziehen.
Das Wandern fällt mir gar nicht schwer, das Wetter hat sich beruhigt,so wandere ich über Weissenlohe nach Dorfhaus. Dort esse ich eine Kleinigkeit und dann gehts weiter zur Illich Quelle. Wie ich vermutet hatte, finde ich dort einen wunderbaren Schlafplatz.
Der viele Regen hat den Vorteil, dass die Bäche so munter sprudeln. In dieser an Oberflächenwasser armen Gegend ( das Wasser versickert sofort im porösen Kalkstein ) ist so ein Bach ein Geschenk.
Wenn ich eine Weile still bin und nur auf den Bach höre, so kommt es mir vor, als würde er durch mich hindurch fließen .Und er steckt mich an, mit seinem glucksenden Lachen.
Das werde ich heute die ganze Nacht hören, denn die Quelle ist so ergiebig, dass sie sofort zum Bach wird.
Quellen sind heilige Orte. nicht nur, weil Wasser die Grundlage für alles Leben ist.Möglicherweise halten sich dort wirklich Naturgeister auf.
Es ist noch früh, erst kurz nach acht. Ich stecke schon im warmen Schlafsack ( Danke, Tom und Sonja, er ist so kuschelig ) gleich werde ich noch ein wenig polnisch lernen und dann meine abendliche stille Zeit haben.
Euch allen wünsche ich, das das geschieht, was für euch das aller,aller Beste ist.
HeideIhr Lieben,
Die Nacht war besser, als gedacht.
In dem Carport stand nämlich ein großer Anhänger, ganz gerade und über zwei Meter lang.
Natürlich kletterte ich da rein!
So musste ich meine Sachen nicht auf den schmutzigen Boden legen, war vor Blicken und vor Wind geschützt und habe bis gegen halb fünf gut geschlafen. Dann würde der Verkehr auf der Strasse zu laut.
Zum Frühstück habe ich mir in der Bäckerei ein Stück Pflaumenkuxhen geholt und einen heißen Kaffee und dann ging es los.
Schon nach einem km fand ich eine geeignete Stelle, an der ich mich waschen konnte, an einem kleinen Bach. Dann habe ich auf der Bank, die dort stand auch gleich meine Dehnübungen gemacht , bevor ich mit viel Lust und Kraft weiter gewandert bin. Die Steigungen machen mir nichts mehr aus, sofern sie nicht zu lang und steil sind.
In Gräfenberg gab es das erste Gewitter, aber ich konnte mich unterstellen.
Knapp eine Stunde später dann wieder ein heftiges Gewitter mit Sturmböen.
Als ich aus dem Wald heraus kam, sah ich ein Gebäude. Zunächst wollte ich mich unterm Dach unterstellen, bin dann aber um das Haus herum gegangen und fand eine offene Werkstatt, in der offenbar Autoreifen gewechselt werden.
Da sitze ich nun auf meinem Rucksack und schreibe die erste Hälfte meines Blockes.
Bis 20 Uhr sind schwere Gewitter angesagt, dann will ich nicht zelten. Mal sehe, was sich ergibt.
Jetzt hört es auf zu regnen und ich werde weiter ziehen.
Das Wandern fällt mir gar nicht schwer, das Wetter hat sich beruhigt,so wandere ich über Weissenlohe nach Dorfhaus. Dort esse ich eine Kleinigkeit und dann gehts weiter zur Illich Quelle. Wie ich vermutet hatte, finde ich dort einen wunderbaren Schlafplatz.
Der viele Regen hat den Vorteil, dass die Bäche so munter sprudeln. In dieser an Oberflächenwasser armen Gegend ( das Wasser versickert sofort im porösen Kalkstein ) ist so ein Bach ein Geschenk.
Wenn ich eine Weile still bin und nur auf den Bach höre, so kommt es mir vor, als würde er durch mich hindurch fließen .Und er steckt mich an, mit seinem glucksenden Lachen.
Das werde ich heute die ganze Nacht hören, denn die Quelle ist so ergiebig, dass sie sofort zum Bach wird.
Quellen sind heilige Orte. nicht nur, weil Wasser die Grundlage für alles Leben ist.Möglicherweise halten sich dort wirklich Naturgeister auf.
Es ist noch früh, erst kurz nach acht. Ich stecke schon im warmen Schlafsack ( Danke, Tom und Sonja, er ist so kuschelig ) gleich werde ich noch ein wenig polnisch lernen und dann meine abendliche stille Zeit haben.
Euch allen wünsche ich, das das geschieht, was für euch das aller,aller Beste ist.
HeideIhr Lieben,
Die Nacht war besser, als gedacht.
In dem Carport stand nämlich ein großer Anhänger, ganz gerade und über zwei Meter lang.
Natürlich kletterte ich da rein!
So musste ich meine Sachen nicht auf den schmutzigen Boden legen, war vor Blicken und vor Wind geschützt und habe bis gegen halb fünf gut geschlafen. Dann würde der Verkehr auf der Strasse zu laut.
Zum Frühstück habe ich mir in der Bäckerei ein Stück Pflaumenkuxhen geholt und einen heißen Kaffee und dann ging es los.
Schon nach einem km fand ich eine geeignete Stelle, an der ich mich waschen konnte, an einem kleinen Bach. Dann habe ich auf der Bank, die dort stand auch gleich meine Dehnübungen gemacht , bevor ich mit viel Lust und Kraft weiter gewandert bin. Die Steigungen machen mir nichts mehr aus, sofern sie nicht zu lang und steil sind.
In Gräfenberg gab es das erste Gewitter, aber ich konnte mich unterstellen.
Knapp eine Stunde später dann wieder ein heftiges Gewitter mit Sturmböen.
Als ich aus dem Wald heraus kam, sah ich ein Gebäude. Zunächst wollte ich mich unterm Dach unterstellen, bin dann aber um das Haus herum gegangen und fand eine offene Werkstatt, in der offenbar Autoreifen gewechselt werden.
Da sitze ich nun auf meinem Rucksack und schreibe die erste Hälfte meines Blockes.
Bis 20 Uhr sind schwere Gewitter angesagt, dann will ich nicht zelten. Mal sehe, was sich ergibt.
Jetzt hört es auf zu regnen und ich werde weiter ziehen.
Das Wandern fällt mir gar nicht schwer, das Wetter hat sich beruhigt,so wandere ich über Weissenlohe nach Dorfhaus. Dort esse ich eine Kleinigkeit und dann gehts weiter zur Illich Quelle. Wie ich vermutet hatte, finde ich dort einen wunderbaren Schlafplatz.
Der viele Regen hat den Vorteil, dass die Bäche so munter sprudeln. In dieser an Oberflächenwasser armen Gegend ( das Wasser versickert sofort im porösen Kalkstein ) ist so ein Bach ein Geschenk.
Wenn ich eine Weile still bin und nur auf den Bach höre, so kommt es mir vor, als würde er durch mich hindurch fließen .Und er steckt mich an, mit seinem glucksenden Lachen.
Das werde ich heute die ganze Nacht hören, denn die Quelle ist so ergiebig, dass sie sofort zum Bach wird.
Quellen sind heilige Orte. nicht nur, weil Wasser die Grundlage für alles Leben ist.Möglicherweise halten sich dort wirklich Naturgeister auf.
Es ist noch früh, erst kurz nach acht. Ich stecke schon im warmen Schlafsack ( Danke, Tom und Sonja, er ist so kuschelig ) gleich werde ich noch ein wenig polnisch lernen und dann meine abendliche stille Zeit haben.
Euch allen wünsche ich, das das geschieht, was für euch das aller,aller Beste ist.
Heide
Gesten hatte ich kein Netz, Bin unterwegs, Bilder kommen späterIhr Lieben,
Die Nacht war besser, als gedacht.
In dem Carport stand nämlich ein großer Anhänger, ganz gerade und über zwei Meter lang.
Natürlich kletterte ich da rein!
So musste ich meine Sachen nicht auf den schmutzigen Boden legen, war vor Blicken und vor Wind geschützt und habe bis gegen halb fünf gut geschlafen. Dann würde der Verkehr auf der Strasse zu laut.
Zum Frühstück habe ich mir in der Bäckerei ein Stück Pflaumenkuxhen geholt und einen heißen Kaffee und dann ging es los.
Schon nach einem km fand ich eine geeignete Stelle, an der ich mich waschen konnte, an einem kleinen Bach. Dann habe ich auf der Bank, die dort stand auch gleich meine Dehnübungen gemacht , bevor ich mit viel Lust und Kraft weiter gewandert bin. Die Steigungen machen mir nichts mehr aus, sofern sie nicht zu lang und steil sind.
In Gräfenberg gab es das erste Gewitter, aber ich konnte mich unterstellen.
Knapp eine Stunde später dann wieder ein heftiges Gewitter mit Sturmböen.
Als ich aus dem Wald heraus kam, sah ich ein Gebäude. Zunächst wollte ich mich unterm Dach unterstellen, bin dann aber um das Haus herum gegangen und fand eine offene Werkstatt, in der offenbar Autoreifen gewechselt werden.
Da sitze ich nun auf meinem Rucksack und schreibe die erste Hälfte meines Blockes.
Bis 20 Uhr sind schwere Gewitter angesagt, dann will ich nicht zelten. Mal sehe, was sich ergibt.
Jetzt hört es auf zu regnen und ich werde weiter ziehen.
Das Wandern fällt mir gar nicht schwer, das Wetter hat sich beruhigt,so wandere ich über Weissenlohe nach Dorfhaus. Dort esse ich eine Kleinigkeit und dann gehts weiter zur Illich Quelle. Wie ich vermutet hatte, finde ich dort einen wunderbaren Schlafplatz.
Der viele Regen hat den Vorteil, dass die Bäche so munter sprudeln. In dieser an Oberflächenwasser armen Gegend ( das Wasser versickert sofort im porösen Kalkstein ) ist so ein Bach ein Geschenk.
Wenn ich eine Weile still bin und nur auf den Bach höre, so kommt es mir vor, als würde er durch mich hindurch fließen .Und er steckt mich an, mit seinem glucksenden Lachen.
Das werde ich heute die ganze Nacht hören, denn die Quelle ist so ergiebig, dass sie sofort zum Bach wird.
Quellen sind heilige Orte. nicht nur, weil Wasser die Grundlage für alles Leben ist.Möglicherweise halten sich dort wirklich Naturgeister auf.
Es ist noch früh, erst kurz nach acht. Ich stecke schon im warmen Schlafsack ( Danke, Tom und Sonja, er ist so kuschelig ) gleich werde ich noch ein wenig polnisch lernen und dann meine abendliche stille Zeit haben.
Euch allen wünsche ich, das das geschieht, was für euch das aller,aller Beste ist.
Heide
wanderheide am 23. September 14
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Heute war ich frech
Macro

Bei ein wenig Regen habe ich, etwas später als sonst, mein Zelt abgebaut und bin einen km ins nächste Dorf gewandert. Ich hoffte, in dem Hotel einen warmen Kaffee zu bekommen, aber anscheinend habe ich den falschen Eingang erwischt. Hier sind nur Schlafzimmer, Tagungsräume und ein Flur mit Sitzgruppe, Steckdosen und Tisch für Computer. Außerdem ein Bad, das nicht zu den Zimmern gehört.
Ich war versucht zu duschen, fand das aber dann doch zu frech und habe mich nur ganz und gar heiß gewaschen und am Waschbecken meine Haare gewaschen. Ich bleibe jetzt so lange hier, bis iPad und Handy voll geladen sind.
Außerdem kann ich, während das iPad lädt, meine ganzen Rundmails schreiben, um Freunde und Bekannte zu informieren, dass ich wieder unterwegs bin. So verbrauche ich nachher nicht so viel Strom.
Bis kurz vor zwei habe ich dort gesessen, also fünf Stunden. Zweimal kam eine Putzfrau vorbei, die dachte wohl, ich sei Hausgast.
Als ich mich wieder auf den Weg machte, regnete es.
Nicht schlimm, fünf Tage hatte ich bestes Wetter. Regencape und Gamaschen haben mich einigermaßen trocken gehalten.
Es war ein schöner Weg, leichte, aber lange Steigungen, die ich problemlos, wenn auch langsam schaffen konnte.
Ich mag es, wenn der Regen in den Bäumen knistert, das Wasser unter den Schuhen quatscht, der Boden federt und alle Färben dunkler werden.
Gegen halb sechs kam ich nach Egloffstein, hätte Lust gehabt, noch weiter zu wandern, aber mein Regenradar sagt stundenlangen Starkregen an.
Da sollte ich mir doch einen trockenen Schlafplatz sichern. Ein Carpot, zwar an der Strasse gelegen, aber immer noch besser, als so viel Regen im Zelt.
Wenn ich nicht gerade alle Geräte geladen hätte und mich waschen konnte, so hätte ich mir bei dem Wetter ein Zimmer genommen. So aber war es schön, die Kosten zu sparen.
Jetztz sitze ich auf der überdachten Terrasse des Café s, bis es dunkel wird und ich schlafen gehe. So, an die Bilder robbe ich mich langsam ran. Danke Aboretum, danke Alfons. Das sie verdreht sind ist nicht meine Schuld.
Das eine sind Cosmeen, die Gärten und Häuser hier weisen eine wahre Blumenpracht auf.das andere Bild zeigt einen liegenden Baumstamm mit Pilzen und das Dritte, so es klappt, eine enge Felsspalte, durch die ich gewandert bin.
Liebe Grüsse Heide

wanderheide am 21. September 14
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wanderheide am 21. September 14
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Wohlauf in Gottes schöne Welt
Um 6.15 Uhr stehe ich auf, gegen halb acht bin ich startbereit. Das Wandern macht Freude und es sind keine nennenswerten Steigungen.
So kann ich den Weg genießen! Die Sonne scheint ( es war Regen angesagt)
Mit Begeisterung beobachte ich die Sonnenflecke auf den Baumstämmen und im Moos. Zunächst liegt noch leichter Dunst auf den Wiesen, dann glitzern die Tautropfen wie tausende von Diamanten. Die Pilze sprießen in allen Formen und Farben. Pralle Köpfchen. Leuchtend weiß, gelbe Trichter, rote, langstielige, die in einer Engen Gruppe stehen, so als würden sie einen Strauß bilden. Das Moos ist saftig, verschiedene Sorten, hell und dunkelgrün durcheinander.
Der Buchenwald erscheint so zart und licht, als ob es Frühling sei.w
Die ganze Welt liegt vor mir!
An der ersten Bank mache ich Rast, um meine Dehnübungen zu machen.dann geht es weiter. Als die Sonne schon kräftig scheint, packe ich das Zelt aus, um es zu trocknen. Gefrühstückt habe ich auch noch nicht, und so gibt es eine längere Pause. Die Brennesselsamen, die ich mir aufs Butterbrot streuen will müssen noch von Blätterresten und kleinen Stielen befreit werden. Die Haselnüsse sind mühsam zu knacken, weil die Kerne so weich sind und es leicht Brei gibt, wenn man zu fest draufschlägt.
Eine Möhre, die ich vor zwei Tagen geschenkt bekam, wird aufgeschnitten.
Ich freue mich an dem Geräusch, dem Duft, der Zeichnung und den Farben.
Daran merke ich, dass ich allmählich draußen ankomme. Ich erlebe alles intensiver.
Wenn ich gehe, gehe ich, wenn ich esse, esse ich und nichts anderes ist wichtig.
Ohne Mühe bin ich dann nach Obertrubach gegangen, wo ich drei Rühreier und drei Schnitten Brot mit Butter bekam. Zwei Brote sind noch für morgen übrig und drei kleine Äpfel habe ich auch am Wegrand gefunden.
Bei leichtem Nieselregen bin ich weitergewandert. Obgleich ich schon 10 km gegangen war, hatte ich noch Kraft und Lust.
Stundenlang habe ich ein Lied für Yukon gesungen. Singen hilft, verdrängt die Trauer nicht, aber entspannt. Ich habe mir einen Text überlegt, der ihm beim Übergang in eine andere Welt helfen kann.
Aber dann kam ein Gewitter immer näher, und da es schwieriger ist, bei Gewitter einen Schlafplatz zu finden, beschloss ich, doch bald mein Zelt aufzubauen.
DerPlatz darf nicht unter Bäumen sein, da Äste herabfallen könnten,
Er sollte aber auch nicht ungeschützt auf einer Wiese sein, da mit starkem Wind zu rechnen ist.
Ich habe eine Schlehenhecke gefunden, in Windrichtung, etwas entfernt ist ein Wald, also ideal. Aber das Gewitter ist vorbeigezogen.
So sitze ich jetzt vorm Zelt und schreibe.
Da ich jetzt noch versuchen will, wie weit ich komme, um die Bilder in den Blog zu stellen, mache ich Schluss und Grüsse euch alle von Herzen.
wanderheide am 20. September 14
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Das Wandern geht immer besser
Das war keine gute Nacht, gestern. Bis 22 Uhr habe ich geschlafen, danach jede Stunde die Kirchturmuhr gehört. Die Trauer um Yukon hat noch mal voll durchgeschlagen. Aber das ist ja auch gut so. Trauer ist nachgetragene Liebe.
Wo er jetzt wohl sein mag? Ob die Tiere einen Himmel für sich haben ? Darüber erfährt man gar nichts. Aber wenn man davon ausgeht, das alles eins ist, so kann ich mir einen getrennten Himmel nicht vorstellen.
Um kurz nach sieben bin ich schon losgewandert, mit nur leichten Steigungen auf Pottenstein zu. Vorbei an riesigen Felswänden aus Blockdolomit. Diese Steine sind durch ein Meer vor 20 Millionen Jahren entstanden. Schwämme und Muscheln sollen die Grundlage für die Steine sein. Aber ich denke es ist auch Sand hinzu gekommen. Und Magnesium. Aber woher das kam, haben sie nicht gesagt. Es gab nämlich geologische Schautafeln, mit Erklärungen .
In Pottenstein habe ich eine größere Pause gemacht, bin dann zur Teufelshöhle gegangen, die ich auch besichtigt habe. Es gibt dort fast nur Baby Tropfsteine von 30 cm Höhe. Sie sind erst 12 000 Jahre alt.
Wenn man einen Tropfstein anfasst, so wächst er 10 Jahre lang nicht weiter, bedingt durch Fett und Schweiß auf der Hand. Die Höhle IST 1,5 km lang und hat 400 in Worten vierhundert Stufen.
Ich bin so gern im Bauch der Erde, am liebsten würde ich mich einschließen lassen und Ruhe haben. Aber das geht nicht, leider.
Dann bin ich noch 5 km gewandert, mit mäßigen Steigungen. Im nächsten Dorf habe ich wunderbar zu Abend gegessen und nun sitze ich im Zelt auf einer abgeheuten Wiese.
Insgesamt bin ich 12 km gewandert, ich steigere mich! Es geht mir zwar nicht darum Kilometer abzureißen, aber zu langsam macht keinen richtigen Spaß, weil ich mich nicht in die Landschaft vertiefen kann, sondern nur gegen meine Schwäche ankämpfe.
Heute gab es Momente, in denen ich vergessen habe, dass ich laufe und alles war ganz leicht.
Gute Nacht
Heide
PS kann mir jemand sagen, wie ich Bilder in meinen Blog einsetzen kann? Andrea, die das vor zwei Jahren für mich gemacht hat, ist sehr beansprucht.
wanderheide am 19. September 14
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Unterwegs und doch behütet
Die Strasse war in der Nacht wirklich ruhig, aber die Käutzchen haben einen Lärm gemacht, wie ich es noch nie erlebt habe. Als ich gegen 10 Uhr eingeschlafen bin, habe ich tief und erholsam durchschlafen können.
Heute Morgen ging es einige km am Bach entlang, nur geringe Steigungen, so dass ich gut vorwärts kam. Aber dann ging es so steil bergauf, dass ich immer wieder Pausen machen musste.doch der Weg hat sich gelohnt. Er war landschaftlich so schön, wie wenige Abschnitte. Es ging durch Urwald und an riesigen Felsen vorbei, um sie herum und zur nächsten Felsengruppe. Leider konnte ich das nicht fotografieren, da mein iPad kein Weitwinkel hat.
Ein Wanderer gab mir das Wort unterwegs und doch behütet mit auf den Weg. Worte können ein Geschenk sein!p
In Gössweinstein, einem Wallfahrtsort mit einer barocken Basilika, habe ich etwas Warmes gegessen und bin dann ,fast nur eben oder bergab, nach Tücherfeld gegangen. Auf einem Campingplatz, der aber nicht mehr bewirtschaftet ist, habe ich ein ebenes Plätzchen gefunden, direkt am Bach ( das ist das Größte , sich abends ganz waschen zu können)
Ein Käutzchen meldet sich bereits, die Strasse läuft jenseits des Baches vorbei und in kurzen Abständen brummen Hubschrauber über mich hinweg. Dennoch, ich denke ich bin so angestrengt, dass ich schlafen werde.
Ihr werdet es nicht glauben, aber in dreieinhalb Tagen habe ich nur 25 km geschafft.
Immerhin, etwas mehr, als ich gerechnet hatte. Meine Planung sah in der ersten Woche nur 5 km täglich vor, da ich so gar nicht im Training bin und das Gelände ungeheuer anstrengend ist.
Für heute eine gute Nacht und allen, die meinen Blog erfolgen
Unendliche Ruhe, unendlichen Frieden und unendliche Harmonie mit allem was ist
Eure Heide
wanderheide am 19. September 14
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Das ist noch einmal gut gegangen
Gestern bin ich über Muggendorf zur Oswaldshöhle gewandert. Der Wanderweg führt durch die Höhle hindurch. Da die Höhle nur 1,50m hoch ist, ich aber mit Rucksack 1,70 m messe, hätte ich in der Hocke hindurch gemusst, was mit 16 kg Gepäck schier unmöglich ist. Der Weg hoch zur Höhle war sehr, sehr steil, stellenweise Treppen mit 40 cm Stufenhöhe, so dass man steigen musste.
Ich war so erschöpft, dass ich den Berg nicht mehr umwandern konnte, um ans andere Ende der Höhle zu kommen. So suchte ich mir einen Schlafplatz im Wald. Der a ber leider sowohl längs, als auch quer, leicht abschüssig war.Ich versuchte, das auszugleichen, indem ich Klamotten unter die Luftmatratze legte, aber leider mit mäßigem Erfolg. So war die Nacht nicht sehr erholsam.
Heute Morgen umwanderte ich den Berg, um an die andere Seite der Höhle zu kommen. Es ging steil bergauf und ich war nacheifre halben Stunde schon fix und fertig. Dann habe ich auch noch den Weg verfehlt, und irgendwann war kein Weg mehr sichtbar. Ich wollte und konnte nicht umkehren, da ich schon wieder steil bergauf gemusst hätte.
Also versuchte ich es ohne Weg. Das Gelände wär steil und rutschig, jeder Schritt erforderte volle Konzentration und ungeheure Anstrengung. Ich war dankbar, dass alles gut gegangen ist.
Aber schließlich habe ich einen Wanderweg erreicht, der mich zurück zum Frankenweg führte.
Den Umweg, den ich gemacht habe, konnte ich später durch eine Abkürzung ausgleichen.
Dankbar erreichte ich ein enges Tal, in dem die Wiesent munter plätscherte. So konnte ich mich und einige meiner Sachen waschen.
Da das Tal so eng ist, war es schwierig, einen Schlafplatz zu finden. Deshalb ergriff ich die erste Gelegenheit, um in dieser Nacht eben schlafen zu können.
Jenseits des Baches führt eine Strasse vorbei, auf der viele Motorräder vorbeiknattern. Ich hoffe, das gibt sich, wenn es dunkel ist.
So, für heute eine gute Nacht
Heide
wanderheide am 17. September 14
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Abschied und Aufbruch
Am Samstag dem 6.9. hat Yukon ganz ruhig, ohne Schmerzen und ohne dass nachgeholfen werden musste, den Übergang in eine andere Welt vollzogen.
In mir mischen sich Wehmut, tiefe Dankbarkeit und viele schöne Erinnerungen.
Eine Woche brauchte ich noch, um alles zu Hause zu regeln, und nun bin ich wieder auf der Wanderung!
Am Sa dem 13.9. bin ich nach Berlin gefahren. Schon am Bahnhof, als ich eine Fahrkarte kaufen wollte, hatte ich ein besonderes Erlebnis.
Eine Palästinenserin strahlte mich an und sagte: " bei uns sagt man vom Herzen "
und sie legte ihre Hand aufs Herz. Natürlich habe ich diesen ungewöhnlichen Gruss erwidert.
Wir sind dann gemeinsam nach Berlin gefahren, wo ich noch einige Kleinigkeiten für meine Ausrüstung kaufen wollte. Einen schönen, neuen Schlafsack, in dem man bis Minus 20 Grad nicht erfriert, haben mir meine Tochter und mein Schwiegersohn geschenkt.
Ich beabsichtige zwar nicht, bei den Temperaturen zu zelten, aber ich brauche es immer wärmer als angegeben.
Sa Abend war ich mit Schorsch und Sabine, bei denen ich auch übernachtet habe, im Puppentheater und habe den Wilhelm Tell angesehen.
Diese Aufführung gehört zu dem Besten, was ich je gesehen habe. Ich werde noch lange davon zehren.
Am Sonntag habe ich mich mit Ela getroffen, die zufällig gerade in Berlin war und nach Heiligenhaus zurück fahren wollte. So konnte ich mit ihr an den Punkt fahren, an dem ich vor zwei Jahren meine Wanderung unterbrechen musste, weil Yukon so krank war.
Wie vor zwei Jahren, habe ich wieder in Elas Gartenhütte übernachtet, am Morgen haben wir gemeinsam mit ihrer Familie gefrühstückt und dann hat Ela mich nach Ebermannstadt gefahren, wo ich Frau Just, die Gattin des Tierarztes, der Yukon behandelt hat, getroffen habe. Frau Just hat mich vor zwei Jahren zwei mal in die Tierklinik nach Bayreuth gefahren, wo Yukon Röntgen und Ultraschall brauchte.
Einfach so, aus Menschen- und aus Tierliebe. Außerdem hat die Familie Just damals den Kontakt zu Ela hergestellt, damit ich nicht im Hotel übernachten musste.
Ja, und gestern Mittag, am Montag dem 15.9. habe ich mich wieder auf den Weg gemacht.
Zunächst ging es durch ein weites Tal, mit Obstbäumen, an denen ich mich laben konnte. Nach einigen km war ich wieder auf dem Frankenweg. Als es dann steil bergauf ging, war es sehr, sehr anstrengend. Ich habe zur Zeit keine gute Kondition, da ich in den letzten anderthalb Jahren aus gesundheitlichen Gründen
überhaupt nicht trainieren konnte.
Seit kurzem geht es mir aber wieder besser und ich wollte Sport machen.
Nun ist das Wandern mein Sport.
Gegen sechs habe ich mir eine Dose Erbsensuppe gekauft, die mir gleich im Geschäft warm gemacht worden ist.
Etwa eine halbe Stunde bin ich dann noch weiter gewandert, bis ich zur Muschelquelle bei Streitberg kam.
Einen schöneren Schlafplatz kann man sich nicht denken. Senkrechte Felswände im Rücken, einen weiten Blick ins Tal, ein ebener Zeltplatz, mit einer Bank daneben und Wasser zum Waschen und zum Trinken.
Ich denke, dass ich mit kleinen Umwegen, etwa sieben bis acht km gewandert bin. Ich hatte gerechnet, dass ich am ersten Tag nicht mehr, als fünf km schaffen könnte.
Ich habe wunderbar geschlafen und mir heute Morgen sogar warmes Kaffeewasser gemacht. So ein kleines Feuer war auf dem steinigen Untergrund gar kein Problem.
Gegen neun bin ich weiter gewandert. Ich hatte keinen Muskelkater und so lange das Gelände eben war, ging alles prima.
Aber dann ging es steil bergan! Alle hundert Meter musste ich lange Pausen einlegen, um wieder zu Atem zu kommen und den Puls zu normalisieren.
Aber mich jagt ja niemand.
Der Weg ist wunderschön, fast ausschließlich durch Laubwald, dessen Boden von einem Efeuteppich überzogen ist. Immer wieder wanderte ich an schroffen, steilen Felswänden entlang oder bewunderte die übermoosten, riesigen Steine.
Auch bergab war der Weg streckenweise sehr anspruchsvoll. Erst als ich auf einen breiten, fast ebenen Waldweg kam, konnte ich zügiger ausschreiten. ( wobei zügig bei mir etwa zwei km in der Stunde bedeutet.) Ich will es heute nicht übertreiben, da ich mich doch recht angestrengt fühle. Die Sonne scheint, es ist nicht zu heiß, also ideales Wanderwetter.
Ich glaube, sicher sein zu können, dass die Kondition in kurzer Zeit besser wird und ich noch einige Monate wandern kann.
Deshalb möchte ich, wie vor zwei Jahren, eine Benefizwanderung für die Bono Direkthilfe mit meinem Weg verbinden. (Www. Bono Direkthilfe.de)
Ich denke mir, wer möchte gibt einen Cent pro gewanderten km am Schluss der Reise, wenn klar ist, wie viel ich gewandert bin.ich schätze, dass es nicht mehr als 5.- € monatlich werden.
Man kann meinen Blog aber auch gerne anschauen, wenn man nicht an dieser Aktion teilnehmen möchte.
Eine hellgrüne Raupe ist gerade überein I Päd. Gekrabbelt und ruht nun auf meinem Schoß. Aber nicht mehr lange, denn ich will weite wandern.
Ich freu mich, wenn ihr mich auf meinem Weg verfolgt und besonders, wenn ihr ab und an etwas schreibt oder eine Mail sendet
Ich wünsche euch viel Lebensfreude
Heide
wanderheide am 16. September 14
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