Das Geburtstagskind und der blinde Junge.
Heute fiel das Wandern schwer. Die Nacht war kalt, so um den Gefrierpunkt, mich hat gefröstelt , außerdem taten immer wieder die Hüften weh. ( zu Hause schlafe ich in Stufenlagerung) Und Yukon hat geträumt wie wild. Dann rennt er im Liegen mit den Füssen, kratzt dabei an meiner Luftmatratze und macht mich jedesmal wach. So bin ich spät losgekommen. Die Wege durch Calau waren lang, zwei km in die Stadt rein und zwei in anderer Richtung wieder raus. Aber einkaufen ist immer ein Genuss! Dann gibt es immer Buttermilch und Obst zum gleich verzehren und schöne Sachen zum mitnehmen. Aber der Rucksack ist dann noch schwerer. Pirol, Kuckuck und Lerche begleiten mich noch immer mit ihrem Gesang.
Die Niederlausitz ist sandig und eben. Aber ich bin durch einen wunderschönen Akazienwald gewandert. Akazien sind ganz besondere Bäume! Dünn und hoch sind sie, bekommen von allen Bäumen zuletzt das Laub, und kaum sind sie grün, fangen sie zu blühen an. Es duftet so intensiv, der Inbegriff von Sommer. Dadurch, dass das Laub so zart und hellgrün ist, kann man die Struktur der Äste noch genau erkennen. Akazien wirken auf mich immer wie aus einem Märchenwald.
Ja, und als ich müde und ziemlich kaputt auf ein Dorf zu wanderte, saß am Wegrand ein junges Pärchen. Sie ist heute 18 Jahre alt geworden und hat sich zum Geburtstag gewünscht, ihren blinden Freund zu besuchen. Zum ersten Mal lange, von Mittwoch bis Sonntag. Es war so schön zu erleben, wie behutsam die Beiden miteinander umgegangen sind.
Sie haben mich ins Dorf begleitet und seine Oma hat mir Futter für Yukon und Trinkwasser gegeben.
Nun habe ich mein Zelt im Kiefernwald aufgebaut. Der Kuckuck ruft zur Nacht, er ist immer der Erste und der Letzte am Tag.
Morgen soll es wärmer werden, gut für die Nächte, aber zum Wandern ist es so kühl ganz angenehm.
Gute Nacht Heide
wanderheide am 18. Mai 12
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Wie ein Füllen auf der Weide!
Habt Ihr schon mal gesehen, wenn ein Füllen nach einem langen Winter zum ersten Mal auf die Weide kommt? Es galoppiert so schnell es kann, springt mit allen 4 Beinen gleichzeitig in die Höhe, dreht sich um die eigene Achse, wälzt sich über den Rücken, steigt mit den Vorderbeinen in die Luft und wiehert ununterbrochen vor lauter Lebensfreude.
So ähnlich geht es mir, wenn ich morgens loswandere und die Welt so klar, rein und frisch vor mir liegt.( am Abend sieht das oft anders aus, die letzten Kilometer fallen nicht immer leicht)
Heute war ein Bummeltag, denn ich wollte die Slavenburg bei Raddasch besichtigen, hatte ganz in der Nähe gezeltet, und die Burg öffnete
erst um 10 Uhr.Dadurch bin ich spät aufgestanden, war dann stundenlang in der Burg, in der die Geschichte der Niederlausitz und das Leben der Bevölkerung dargestellt worden ist.Schon in früher Vorzeit haben die Menschen ihre Umwelt so geschädigt, dass sie sich selber die Lebensgrundlage entzogen haben. In der Eisenzeit haben sie zur Erzgewinnung so viel Holz geschlagen, dass der sandige Boden kein Wasser mehr speichern konnte und weggeweht wurde. 500 Jahre hat es gedauert, bis wieder Menschen in die Region eingewandert sind.
Durch Wälder und Felder ( oft mit Folien abgedeckt und künstlich bewässert ) bin ich gewandert, bis ganz kurz vor Calau. Mein Zelt habe ich am Wegrand unter einer Weide am Bach aufgebaut. Es ist noch sehr früh, wir sind nur etwa 12 km gewandert, aber ich muss morgen in Calau einkaufen, deshalb wollte ich nicht weiter laufen.
Mein Fuß wird kontinuierlich besser, zumindest was die Schmerzen angeht. Seit 4 Tagen brauche ich keine Schmerztabletten mehr (die gleichzeitig gegen die Entzündung wirkten) Die Schwellung ist zwar noch erheblich, aber ich kühle fleißig und mache Salbenumschläge mit Kytta.
Ich wünsche Euch viel Lebensfreude
Heide
wanderheide am 17. Mai 12
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Abschied vom Spreewald
Heute habe ich zum Abschied noch einmal mit Thorsten und Irene gefrühstückt. Die Beiden sind mir in diesen zwei Tagen so richtig ans Herz gewachsen. So hilfsbereit und freigiebig, so liebevoll und unkompliziert wie sie sind, muss man sie einfach gern haben.
Erst gegen 10.30 bin ich losgewandert. Zunächst durch den verträumten Spreewald, links und rechts ein Fließ, Pappel- und Erlenwald mit sehr viel Unterholz, so dass das Ganze schon Urwaldcharakter hatte. Gelbe Schwertlilien säumten das Ufer.Der Weg war rechts und links mit Birken bepflanzt. Die Vögel zwitscherten und tiefer, grüner Friede breitete sich in mir aus.
Hinter Leipe änderte sich die Landschaft völlig. Es war, als würde man durch einen riesigen Park gehen. Wiesen, Baum-und Gebüschgruppen friedlich grasende Kühe ,Weite und Licht prägten das Landschaftsbild.
Und jetzt bin ich im ehemaligen Braunkohle Tagebau. In der Ferne dröhnt die Autobahn Berlin- Dresden.Erst golden und jetzt dunkelrot geht die Sonne unter. Man darf hier nicht sein, es ist angeblich Betriebsgelände , aber das interessiert mich nicht.Ich habe keine Lust, einen riesen Umweg zu machen.
Übrigens, nachdem ich 15 km von Luebbenau gewandert war, zeigte ein Straßenschild, dass es auf der Landstraße nur 8 km gewesen wären.
Aber es geht mir ja nicht in erster Linie darum, schnell anzukommen, sondern den schönsten Weg zu wählen. Das ist mir heute voll und ganz gelungen.
Meine Fingerspitzen sind eiskalt , deshalb werde ich jetzt schnell in den Schlafsack kriechen.
Einen schönen Himmelfahrtstag euch allen
Heide.
wanderheide am 16. Mai 12
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Und es war doch der Pirol
Die Bootsfahrt heute war genau so, wie ich sie mir gewünscht hatte. Die Teilnehmer waren ganz leise, die Wasserwege sehr einsam, die Landschaft unterschiedlich, Urwald, Wiesen mit Baumbestand, winzige Felder mit Gemüse und alte Blockhäuser. 4 Stunden waren wir unterwegs. Danach bin ich noch ins Haus der Natur gegangen, wo sich vieles wiederholt hat, was ich gestern schon im Museum erfahren hatte. Aber Vögel wurden gezeigt und man konnte ihre Stimmen anhören. Ich habe den Pirol gehört und dabei festgestellt, dass ich in den letzten Tagen vom Ruf des Pirols begleitet wurde. Ich kenne den Ruf, weiß aber, dass der Pirol ganz selten vorkommt und nahm an, ich hätte mich geirrt. Nein! ! ! Ich habe erfahren, dass der Pirol im Spreewald noch sehr häufig vorkommt und da man die Vogelstimmen abhoeren konnte, bin ich ganz sicher, dass ich diesen , an sich seltenen Vogel,
ueber Stunden und weite Strecken immer wieder gehört habe.
Am Abend habe ich wieder mit Irene und Thorsten gegessen. Sie können kochen und haben mich nun schon den dritten Abend eingeladen.
Für morgen ist Regen angesagt, hoffentlich kann ich das Zelt im Trockenen abbauen, denn es soll weiter gehen Richtung Calau, das ich morgen aber noch nicht erreichen werde.
Mein Fuß wird sehr langsam immer besser, ich hoffe sehr, dass sich dieser Trend fortsetzt.
Ich habe noch keinen Tag bedauert, losgewandert zu sein. Es ist wunderbar, die Welt vor sich zu haben und keinen Zeitdruck im Nacken, weil der Urlaub zu Ende geht. Das Einzige, was mich etwas bedrückt, ist, dass ich meine Enkelkinder und das Urenkelchen so lange nicht sehen kann. Sie werden so schnell größer, ich vermisse sie sehr.
Yukon ist dick und satt gefüttert in diesen zwei Tagen und schläft, leise schnaufend, neben mir.
Gute Nacht Heide
wanderheide am 16. Mai 12
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Ruhetag in Lübbenau
Heute habe ich meine Wäsche gewaschen, bin einkaufen gewesen und habe einen langen Besuch im Museumadorf gemacht, wo ich ganz viel über den Spreewald, seine Geschichte und Bodennutzung erfahren habe.
Morgen mache ich eine Bootstour und will anschließend noch ins Haus der Natur. Zu Abend habe ich mit Irene und Torsten gegessen, die gestern meinen Rucksack mitgenommen haben.
Es ist spät. Gute Nacht Heide
wanderheide am 15. Mai 12
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Uroma wandert von Stettin in den Spreewald
27 Wandertage bin ich jetzt unterwegs, zuzüglich der 6 Tage, die ich wegen meines Fußes pausiert habe. 400 km sind durchwandert. Mein erstes Etappenziel,Lùbbenau im Spreewald, ist erreicht. Es ist eine schöne Stadt, soweit ich das beim durchwandern feststellen konnte.
HEUTE IST MEIN RUCKSACK GETRAMPT! ! !
Ich wandere auf dem Deich an der Spree entlang, habe nur noch wenig Trinkwasser und bitte zwei Fahrradfahrer, ob sie mir etwas Wasser überlassen können. Wasser hatten sie keines, aber zwei Aepfel bekam ich geschenkt, und das Angebot, meinen Rucksack mit nach Lübbenau zu nehmen und am Campingplatz abzugeben. Sie campierten dort und haben mich gleich zum Abendessen eingeladen, inclusive einer großen Portion Hundefutter.
Ich konnte also die letzten 8 km ohne Gepäck laufen und war darüber sehr froh, denn gestern habe ich mich mit den 24 km etwas überanstrengt. Der Fuß mit der leichten Lähmung macht dann Probleme. Als ich am Campingplatz ankam, stand mein Rucksck in der Rezeption, eine Flasche Wasser lag darauf. Während ich mich anmeldete, kam die Frau um zu schauen, ob ich schon angekommen sei. (Sonst wäre sie mir mit dem Fahrrad entgegengefahren. )
Ich habe mein Zelt aufgebaut und dann mit dem Ehepaar zu Abend gegessen.
Nun zu der Landschaft, die ich durchwandert habe: während der Untere Spreewald von Spargel-und Gurkenfeldern , Kiefernwäldern und einzelnen Wasserläufen geprägt ist, gibt es im Oberen Spreewald,(, soweit ich ihn beisetzt durchwandert bin)fast ausschließlich saftige Wiesen und Sumpfgebiete mit viel Schilf. Im Schilf singt ein ganz scheuer Vogel. Ich habe ihn nur zweimal zu Gesicht bekommen. Mal schauen, ob ich herausbekomme, wie er heißt. Lerchen habe ich keine mehr gehört, aber mehr als einen Kukuk gleichzeitig. Die Jungvögel müssen den Ruf noch üben. Das hört sich lustig an: Kukuruck, stottern sie oder kukrrr wenn die zweite Silbe nicht so recht gelingen will.
Morgen will ich ins Freilichtmuseum und eventuell nachmittags noch ins
Stadtmuseum. Dienstag dann eine Bootstour machen.
Für heute liebe Grüße Heide
wanderheide am 14. Mai 12
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Gastfreundschaft wie im Süden
Gestern habe ich schon nachmittags in den Blog geschrieben. Gegen 17.30 bin ich wieder los gewandert. Kaum war ich aus dem Dorf heraus, bemerkte ich, dass ein Gewitter aufzog. Noch ein Stück wandern oder gleich einen Zeltplatz suchen, das war die Frage. Ich entschloss mich, weiter zu gehen und gleichzeitig nach einem geeigneten Platz Ausschau zu halten. Der Platz muss windgeschützt, eben, nicht in einer Senke und nicht unter hohen Bäumen, von denen Aeste abbrechen können,sein.
Als ich so tippelte, hielt ein Fahrradfahrer neben mir und fragte, wo ich hin wolle. Er. lud mich ein, erst einmal mit ihm eine Flasche Bier zu trinken.
Ich hatte es zwar eilig, wegen des Gewitters, aber es ist wichtig, mit dem Strom des Lebens im Einklang zu sein. Da man ja nicht jeden Tag mit einem wildfremden Mann am Straßenrand sitzt und Bier trinkt, sagte ich zu.
Es stellte sich heraus, dass seine Frau mich hatte wandern sehen und wegen des Gewitters meinte, ich könne doch in ihrem Partyraum übernachten.
Ich bekam ein warmes Abendessen, noch eine Flasche Bier, eine heiße Dusche und ein ausklappbares Sofa als Bett.
Yukon, der schon zu Abend gegessen hatte, sollte unbedingt noch eine Dose Katzenfutter fressen. Karl Heinz Nickel hatte so eine Freude daran, ihn zu füttern.
Frühstücken wollte ich nicht, denn ich plante, sehr früh aufzubrechen. Aber das Bier ( oder was auch immer) hatte mich so müde gemacht, dass ich erst um 6.30 Uhr aufgestanden bin. Für Yukon standen zwei Dosen Katzenfutter vor der Tür, und ich kam nun doch noch zu einem herrlichen Frühstück.
Und weil es so viel Freude macht, Yukon zu füttern, hat Karl Heinz ihm noch eine Dose gegeben. Was ich in 12 Jahren mit Yukon nur einmal erlebt habe: Er hat nicht aufgefressen, so satt war er.
Um 8 Uhr sind wir losgewandert, die ersten 10 km gingen wie im Flüge, denn es war schön kühl geworden. Danach sind wir zwar zügig gewandert, haben aber immer wieder Pausen gemacht. Ich hatte den Eindruck, Yukon brauchte das.
Ich bin jetzt im Herzen des Spreewaldes. Die Landschaft ist freundlich und offen. Spargel und Gurken werden vorwiegend angebaut. Aber dazwischen immer wieder blühende Wiesen, duftender Weissdorn, die ersten blühenden Ebereschen und Robinien.
Es ist Sommer! Der Mohn blüht, Grillen zirpen, der Roggen steht kurz vor der Blüte und duftet nach dem Regen nach . . . . na, eben nach Roggen. Es gibt Vögel, die ich noch nie gesehen habe, z.B. Die Weidenmeise und einige, die ich nachschlagen muss, weil sie mir ganz unbekannt sind. Bieber und Fischotter sind hier zu Hause.
Weil ich Wasser zur Nacht brauchte, sind wir heute 24 km weit gewandert. Rechts die Spree und links ein See nach dem anderen, dazwischen Sumpfgebiete. Wir sind auf dem Deich entlang gegangen, der gleichzeitig Fahrradweg ist.
Wir sind zwar müde, aber nicht kaputt. Jetzt sitze ich in einem Landgasthaus, habe Spargel gegessen und mein Zelt unten auf der gemähten Wiese an der Spree aufgestellt. 2 km sind wir von Lübben entfernt. Morgen werde ich Lübbenau erreichen und etwas Pause machen.
Einen schönen Sonntag wünsche ich Euch allen
Eure Heide
wanderheide am 12. Mai 12
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Es gibt auch schöne Kiefernwälder
wanderheide am 11. Mai 12
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Tanzende Eichen
Heute schreibe ich schon am Nachmittag, es ist einfach zu heiß, um weiter zu laufen. Ich sitze an einem Seitenarm der Spree und halte meine heißen Füße ins Wasser. Seit Tagen wandere ich durch Kiefernwälder, keine großen, imposanten Kiefern, sondern so etwa 30 Jahre alt. Ich sehne mich nach
Laubwald, der richtigen Schatten macht und mit seinem hellen Grün die Seele erfreut. Und da komme ich aus dem Wald, rechts ein Wiesental mit Bach, so dass Yukon trinken kann, links hohe Akazien und Haselsträucher davor. Alles ist hell, freundlich und frisch, nach der langen, sandigen Durststrecke.
Am Wiesenrand steht eine riesige Eiche, die ihre Äste so grazil, schwungvoll und liebreizend nach allen Seiten ausbreitet, als wolle sie im nächsten Augenblick davon tanzen. Vor Fürstenwalde habe ich schon zwei solcher Bäume gesehen, davor noch nie, obwohl ich doch so viel wandere.
Ich genieße jeden Tag,an dem ich unterwegs bin, und freue mich über die Kraft, die mir geschenkt wird.
Hier an der Spree tanzen die Mücken an der Wasseroberfläche, heute morgen waren sie eine solche Plage, dass ich dasRegencape mit Kaputze angezogen habe, um mich ihrer zu erwehren.
Ich grüsse Euch alle sehr lieb und wünsche Euch viel Lebensfreude.
Heide
wanderheide am 11. Mai 12
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Hellgelbe Wanderschuhe
Hier, in der Lausitz, bin ich vorwiegend durch Kiefernwälder gegangen.
Die Kiefern blühen zur Zeit und alles ist mit einem hellgelben Staub bedeckt.
Vor allem meine Schuhe, aber auch Rucksack, Haare, die Gewässer, einfach alles. Es war ein heißer Tag. Ich liebe die Hitze, wenngleich das Wandern anstrengender ist. Die Erde duftet so schlaftrunken, fühlt sich so lebendig warm an, es ist eine einzige Freude. Yukon liebt die Hitze überhaupt nicht, deshalb haben wir viele Pausen gemacht und ich habe meinen Fuß ins kalte
Wasser gesteckt. Der Schmerz wird besser, die Schwellung ist noch erheblich.
Am späten Nachmittag bin ich an einem Campingplatz angekommen, mit angeschlossener Gastwirtschaft. Die Wirtin war sowas von hilfsbereit, hat mir
Einen wunderbaren Salat gemacht, mein iPad ist 98 % geladen, sie hat mir Waschmittel gegeben, so dass alle Sachen wieder sauber sind, und für Yukon 2 Eier, die er mit Knäckebrot und Òl fressen konnte. Morgen muss ich Hundefutter erbetteln, aber das klappt meistens ganz gut.
Morgen komme ich in den unteren Spreewald, und in ein paar Tagen bin ich in Lübbenau,im oberen Spreewald. Dann habe ich mein erstes Etappenziel erreicht und werde 2 bis 3 Tage " Urlaub" machen. Ich möchte mit dem Boot durch den Spreewald fahren, das Museum besuchen und alles kennenlernen.
Morgen soll es 30 Grad warm werden, da müssen wir früh aufbrechen. Ab Mittag soll es regnen. Auch gut, die Erde schreit nach Regen.
Gute Nacht und danke allen, die mir eine Nachricht geschrieben haben. Ich bin zu müde, um jedem zu antworten vielleicht morgen.
Gute Nacht Eure Heide
wanderheide am 11. Mai 12
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Der Kuckuck hat mich lieb!
Ein vierjähriges Kind meinte einmal: " Der Mond hat mich lieb, er geht immer mit mir.Das Gleiche könnte ich vom Kuckuck sagen. Seit Tagen begleitet mich sein Ruf. Und auch jetzt wünscht er mir eine gute Nacht.
Heute war ein schöner Wandertag, gar keine Strasse, sondern nur Feld- und Waldwege. Dennoch waren sowohl Yukon, als auch ich nicht so gut in Form. Wir mussten oft Pause machen. Na ja, solche Tage kommen vor.
Ich bin südlich von Storkow,zelte an einem See, komme aber wegen des Schilfgürtels nicht ans Wasser.
Gestern war ich in Fürstenwalde beim Chirurgen, ich wollte ein Diagnose und eine Prognose, was geschieht, wenn ich weiterwandere. Ich möchte das Risiko einschätzen, um mir keine bleibenden Schäden zu holen. Es ist definitiv eine Sehnenscheidenentzündung. Behandeln würde man mit 6 bis8 Wochen Ruhe.
Wenn ich damit weitergehe, kann es sein, dass der Schmerz zu groß wird und ich abbrechen muss. Dann würde man mit 6 bis 8 Wochen Ruhe behandeln.
Also kann ich auch weiterlaufen.
Ich werde aber den Rat von Aboretum aufgreifen und meinen Homoeopaten anmailen, um zu fragen, ob er noch einen Rat hat. Kytta Salbe und Plasma,
Kohlwickel und kühlen stehen sowieso auf dem Programm. Immerhin ist es seit 14 Tagen nicht schlimmer geworden.
Wenn ich morgen keine Gelegenheit finde, mein iPad aufzuladen, kann es sein, dass ich keinen Beitrag schreibe. Also, bitte keine Sorgen machen.
Liebe Grüße
Heide
wanderheide am 09. Mai 12
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Glücklich und kaputt
Es geht mir gut. Morgen erzähle ich mehr, jetzt muss ich erst einmal schlafen. Gute Nacht
Heide
wanderheide am 08. Mai 12
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Übernachtung bei den Roma
In Fürstenwalde angekommen hatte ich nichts mehr zu essen und auch kein Waser mehr. Gerade am Ortseingang entdeckte ich einen Campingplatz, der sich aber als Stellplatz für Roma entpuppte. Es wird laut sein, heute abend, aber es ist fröhlicher Kinderlärm. An der Tankstelle habe ich etwas zu essen gekauft, und nun geht es uns beiden gut. Morgen will ich mal sehen, ob ich, unangemeldet, einen Termin beim Chirurgen bekomme. Ich hätte gern eine Diagnose, habe inzwischen aber das Gefühl, dass es sich um etwas Rheumatisches handelt, da es morgens am schlimmsten ist und vom Laufen besser wird.
Der Weg heute war abwechslungsreich, ich bin weite Strecken an der Spree entlang gewandert. Allerdings war ich nicht so bei Kräften und kam nur langsam voran. Aber das darf ja auch mal sein.
Für heute liebe Grüße
Heide
wanderheide am 07. Mai 12
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Kennt Ihr MOL und LOS ?
MOL steht für Märkisches Oder Land, LOS für Landkreis Oder Spree.
Es ist der achte Landkreis, den ich gerade durchwandere und die Abkürzungen sind die Autokennzeichen.
Heute war ein schöner Tag, die Landschaft abwechslungsreich und freundlich, das Wetter gut, ( nachdem ich morgens im Zelt den Regen abgewartet habe und deshalb erst um 10 Uhr losgewandert bin.) Mein Weg führte ausschließlich über unbefestigte Pfade und Waldwege. Als ich etwas Warmes gegessen habe, bekam Yukon zwei Schüsseln mit Fleisch. Er liegt neben mir und schläft ganz fest. Wir sind heute gut vorangekommen, selbst die letzten
3 km haben wir in einer Stunde geschafft. Sonst brauchen wir für km 12 bis15 oft drei Stunden, weil wir immer wieder Pausen machen müssen.
Noch immer begleiten Lerchengesang und Kukuksrufe meinen Weg.
Im Bergischen Land und im Odenwald und auch sonst auf meinen Wanderungen waren Lerchen kaum noch zu hören.
Die Vegetation hat aufgeholt. Es ist alles so weit fortgeschritten, wie im Rheinland. Die letzten Buschwindröschen haben zusammen mit den Maiglöckchen geblüht. Kastanien, Flieder, Wilde Möhre, Silberpfennig, Ackelei, Schwertlilien, und viele andere Pflanzen blühen. Hier im Norden setzt das Frühjahr viel später ein, es geht dann aber sehr schnell und alles blüht gleichzeitig.
Wie es mir geht, seht Ihr am besten auf dem Bild. Ich maile es an Andrea und sie ist so nett, es in meinen Blog zu setzen. Deshalb kann es sein, dass die Bilder manches Mal einen Tag später drin sind.
Das zweite Bild zeigt einen Waldwag mit dem Schild " frei für Anlieger"
Der Weg ist aber völlig zugewachsen, teilweise so schmal, wie ein Wildpfad.
Nirgendwo ein Haus oder Anwesen.
Ich wünsche Euch allen eine gute Woche
Heide

wanderheide am 06. Mai 12
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Kohlwickeln sind prima
Kohlwickel kühlen viel angenehmer, als kaltes Wasser oder Eis. Der Saft soll gut gegen Entzündungen sein. Mal sehen, ob die Kur hilft. Die Egel helfen nicht von einem Tag auf den anderen, aber ich konnte wandern und das ist die Hauptsache.
Schon um 6.15 Uhr bin ich losgegangen, immer am See entlang. Dann habe ich im Einkaufszentrum , auf dem Rucksack sitzend, gefrühstückt . Es ist so köstlich, frische Sachen zu haben, Buttermilch und Weintrauben.
Der Weg heute zog sich, da ich kilometerweit aus Strausberg raus an der Strasse entlang musste. Zum Glück gab es immer einen Fahrradweg.
Morgens konnte ich das Zelt noch vor dem Regen abbauen und heute Abend vor dem Regen wieder aufbauen. Das ist immer ein Grund zur Freude, denn wenn alle Sachen feucht werden, ist das ganz, ganz unangenehm.
Bei Regen wandern ist kein Problem, ich habe ein gutes Regencape und die Natur braucht den Regen so dringend.
Die Landschaft ist eben mit riesigen Feldern. Da bedeuten Gartenzwerge eine willkommene Abwechslung. 600 sollen es an der Zahl sein. Das hat dann schon etwas Witziges. Ich frage mich nur, wie der Mensch den Rasen kurz hält. (siehe Foto )
Euch allen liebe Grüße von Heide

wanderheide am 05. Mai 12
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