Wieder auf dem Weg
Heute, am Freitag bin ich in Ellwangen losgefahren, über Nürnberg nach Bad Staffelstein, von wo ich einen Bus nach Burgellern oder Scheßlitz nehmen möchte. Bis Burggellern bin ich am Mittwoch gewandert, Scheßlitz ist unwesentlich weiter. Dann bin ich endlich wieder auf dem Weg. Ich kann es kaum abwarten. Die Zeit bei meiner Schwester war sehr intensiv durch ihr kleines Enkelkind von fünf Monaten geprägt, auf das sie Tag und jetzt auch
In der Nacht aufpasst.
Was ich für die Versicherung tun konnte, ist erledigt, ich war besonders froh über die Unterstützung durch meine Nichte, die Jura studiert hat, denn es handelt sich um einen Personenschaden. Der Schornsteinfeger hat sich beim Kehren meines Schornsteins verletzt.
Das Wetter ist grau und regnerisch, aber ich freue mich auf die Ruhe und die Strecke, die vor mir liegt.
Allerdings werde ich heute ganz früh schlafen gehen, die letzte Tage waren anstrengend und ich habe immer zu wenig geschlafen.
Jetzt sitze ich am Bahnhof Bad Staffelstein und stelle fest, dass kein Bus zu dem Punkt am Frankenwald fährt, an dem ich die Wanderung unterbrochen habe. Also mache ich die letzte Tageswanderung, die ich mit Alfons gegangen bin noch einmal, von Loffeld nach Burgellern und weiter nach Scheßlitz , wo ich morgen noch vor Geschäftsschluss sein will um einzukaufen.
So, und Dank Alfons hat auch das Kopieren und Einsetzen geklappt, ich lerne allmählich immer mehr auf dem iPad
Heide
wanderheide am 13. Juli 12
|
Permalink
|
|

Begegnung mit Alfons
Bevor ich Euch von der Begegnung mit Alfons berichte, muss ich Euch noch die wichtigsten Eindrücke der letzten Tage schildern. Ich wandere jetzt in der Fränkischen Schweiz. Die Strecke zwischen Zultenberg und Görau ist besonders aufregend. Steile Felswände fallen zu weiten Tälern ab, verkarstetes Juragestein prägt die Landschaft. Trockenrasen mit seiner vielfältigen Blumenpracht fasziniert auf Schritt und Tritt. Durch ganz enge Täler, die von steilen Felsen gesäumt waren, geht es weiter nach Niesten.
Unter dem Dach eines Holzschuppens konnte ich mein Zelt aufbauen, ganz eben und am Morgen nicht taunass. Im Dorf gab es eine Quelle mit ganz viel Wasser, so dass ich Wäsche waschen konnte, die unter dem Dach abtropfen konnte.
In Weismain konnten wir eine Regenphase wieder in der Gaststätte, in der wir gegessen haben, abwarten.
Kurz vor Kloster Langheim fanden wir im Wald ein großes Dach mit Podest, wie eine Bühne. Wieder ein hervorragender Schlafplatz. In solchen Situationen kommt mir zu Gute, dass mein Zelt auch ohne Häringe steht.
Am nächsten Morgen sind wir zur Basilika 14 Heilige gewandert, wo wir uns mit Alfons verabredet hatten. Alfons hat meinen BLog gelesen und deshalb Lust einen Tag mit mir zu wandern. Wir kannten uns noch nicht. Alfons war mit seinem Wohnwagen unterwegs und auf der Durchreise gerade in unserer Nähe. Er schlug uns vor, dass er einen Zeltplatz sucht, etwas Schönes kocht und uns dann am Ende unseres Wanderweges mit dem Auto abholt.
So konnten Gernot und ich noch über den Staffelstein wandern, von dem es weite Blicke ins Tal, auf den Frankenwald und ich glaube, auch auf den Thüringer Wald gibt. Wir erlebten einen wunderschönen Abend auf dem Campingplatz von Bad Staffelstein.
Alfons ist ebenfalls Fernwanderer und so konnten wir manche Erfahrungen austauschen.
Alfons erzählte u s von einem 75 jährigen Mann, der vor einigen Jahren ein Bein amputiert bekommen hatte und trotzdem eine Fernwanderung macht.
Am Dienstag haben wir Gernot zum Zug gebracht und sind dann auf dem Frankenweg weiter gewandert. Mein Zelt und Alfons Wohnwagen hatten wir auf dem Campingplatz gelassen, dadurch war mein Rucksack ganz leicht.
Dienstag,der 10.7., ein ganz besonderer Tag für mich, denn da bin ich drei Monate unterwegs.
Ich wurde gefragt, ob ich lieber zu zweit oder lieber alleine wandere.
Es sind zwei völlig unterschiedliche Varianten. Mit Gernot und Alfons war es so, dass die menschliche Begegnung im Vordergrund stand und ich mich an der Natur, den Felshängen, den Weiten Ausblicken gefreut habe, aber die Eindrücke gehen längst nicht so tief. Ich kann also sagen, es ist anders, zu zweit zu wandern, es war sehr schön, denn Gernot ist ja ein guter Freund und Alfons ist mir so sympathisch, dass die Begegnung eine Bereicherung in meinem Leben darstellt. Außerdem hat Alfons mir gute Tipps in Bezug auf mein iPad gegeben, so dass ich allmählich immer mehr darauf machen kann.
Jetzt sitze ich im Zug nach Ellwangen, an der Schwäbischen Alb. Alfons hat mich in Nürnberg zum Bahnhof gefahren.
Ich habe mir Versicherungsformulare dort hin schicken lassen, denn in Ellwangen wohnt meine Schwester, die ich sowieso besuchen wollte.Ich muss wegen eines Unfalls, den der Schornsteinfeger beim Fegen meines Schornsteins hatte, einiges regeln. Ich denke, am Freitag oder Samstag fahre ich an den Frankenweg zurück und setzte meine Wanderung fort.
So, heute Abend schreibe ich nicht mehr.
Ich Grüße Wuch alle ganz herzlich
Heide
wanderheide am 10. Juli 12
|
Permalink
|
|

Fränkische Schweiz
Gestern hatte ich keinen Internet Empfang, deshalb habe ich nicht geschrieben und heute haben persönliche Probleme in Bezug auf mein Haus viel Zeit beansprucht, so dass es schon gleich 23 Uhr ist. Deshalb nur so viel: die Fränkische Schweiz ist zauberhaft. Ich schicke Andrea einige Bilder, die sie in meinen Blogg setzen wird. Morgen sind wir abends mit Alfons verabredet, mit dem ich am Dienstag mit wandern will. Da wird der Eintrag auch kurz werden. Aber ab Mittwoch könnt Ihr dann wieder mit regelmaessigen Einträgen rechnen, sofern ich Empfang habe.
Guten Start in die Woche
Heide
wanderheide am 09. Juli 12
|
Permalink
|
|

Ich möchte Froschaugen haben!
Die Welt ist so schön, und wir sind gestern auf einem Höhenrücken gelaufen.
Auf beiden Seiten weite Ausblicke ins Land. I h wusste gar nicht, wohin ich zuerst schauen sollte und habe mir Froschaugen mit Rundumblick gewünscht. Es hatte aufgehört zu regnen und die Sonne kam heraus. Die Erde dampfte! Aus den Tälern stieg leichter Dunst. Diese starke Mutter Erde kann so zart und empfindsam sein, dass ich sie immer nur behüten möchte. Die steilen Berge und tiefen Täler haben wir hinter uns gelassen und wanderten durch eine offene, fruchtbare Landschaft. Schon noch bergig, aber nicht mehr so hoch. Ab und an ging es ein Stück durch Wald, dann wieder über Felder und Wiesen.Als es mittags ein ganz schweres Gewitter gab, saßen wir gerade in einer Gaststätte. Ich habe immer Glück, ohne dass ich viel dazu tun muss.
Unseren Schlafplatz fanden wir neben einer Scheune an der ein Regenfass steht. Es gibt kaum etwas Schöneres, als den verschwitzten Körper abends zu duschen.
Da ich sehr schlecht geschlafen habe, sind wir morgens erst gegen neun Uhr losgewandert. Kulmbach wollten wir umgehen, da es mühsam ist, mit Yukon so lange durch die Stadt zu gehen und wir beide mehr Freude an der Landschaft haben, als an noch so schönen Städten. So haben wir uns unseren Weg gesucht und sind dabei an einer wunderschönen Quelle vorbei gekommen. Das Wasser schmeckt so anders, als aus der Leitund, ist so lebendig und frisch. An einer Kiesgrube haben wir Mittagsrast gehalten, es war doch wieder ziemlich warm.
Yukon hat alles ganz gut geschafft. Nachmittags waren wir an der Stelle, an der Roter- und Weißer Main zusammen fließen. Der Weiße Main entspringt im Fixhtelgebirge im weißen Granit, der Röte Main im roten Sandstein. Daher haben beide Flüsse ihre Namen
Bis acht sind wir noch gewandert und nun liegen wir in einem Fichtenwald, trocken und warm, ich werde bestimmt besser schlafen, da ich ja einiges nachzuholen habe.
Ich freu mich auf morgen!
Euch wünsche ich allen ein schönes Wochenende
Heide
wanderheide am 07. Juli 12
|
Permalink
|
|

Pech gehabt
Eben habe ich Euch einen langen Beitrag geschrieben, aber die Internetverbindung war so schwach, dass das veröffentlichen nicht geklappt hat und der Beitrag verloren ging. Es geht uns gut, aber da es gleich elf Uhr ist, muss ich jetzt schlafen. Bis Morgen, Heide
wanderheide am 06. Juli 12
|
Permalink
|
|

Himbeeren, Erdbeeren, Kirschen
Wenn man so unterwegs ist, geht das Jahr nach der Blumenuhr.
Man entdeckt, welche Pflanzen frisch aufgeblüht sind, z.B. riesige Stauden mit Johanniskraut, Fingerhut, Weidenröschen, Waldwachtelweizen, Hornklee und vieles mehr. Man sieht, wie das Getreide reift und jetzt, seit einigen Tagen, die Beeren reifen. Im Erzgebirge waren die Blaubeeren alle erfroren, aber hier, im Frankenwald haben sie gut angesetzt und sind inzwischen reif.
Wie Blutstropfen leuchten die Erdbeeren zwischen ihren frische, Gienen Blättern, einzelne Himbeeren sind reif und die ersten, frühen Kirschen, die zuweilen so über den Zaun hängen, dass man eine Hand voll ernten kann.
Der Frankenwald ist wunderschön. Aber er hat ganz weiches Gestein im Untergrund, ich vermute Schiefer, so dass die Täler tief eingeschnitten sind.
Dass bedeutet, steil bergan, wunderschöne, weite Ausblipcke, aber dann auch wieder steil bergab. Die letzten beiden Tage waren recht anstrengend, zumal es heute über 30 Grad warm wurde. Aber Gernot hat eine Engelsgeduld mit mir, wenn ich so langsam bin.
Heute haben wir gut eingekauft und suchten mit unseren schweren Rucksaecken einen Zeltplatz. Da bot uns ein netter Mensch an, an seinem Fischteich unsere Zelte aufzubauen.
Ein Bach zum Waschen, Tisch und Bank u d ganz schönes Wetter.
Ich bin selber erstaunt, dass mir die Wanderung noch immer so viel Freude macht. Der Fuß ist deutlich besser, wenn auch noch nicht gut.
Ich denke, in zwei Tagen werden wir Kuhlenbach erreicht haben.
So, und nun will ich duschen.
Gute Nacht,
Heide
wanderheide am 04. Juli 12
|
Permalink
|
|

Unterwegs im Frankenwald
Gestern sind Gernot und Rea gekommen. Nachdem wir gut gefrühstückt hatten, hat uns Rea an unseren Wanderweg gefahren, sie musste nach Hause, weil sie einen Termin hatte und Gernot und ich sind einen wunderschönen Weg gewandert. Auf dem Prinz Leopold Turm, knapp 900 m ist der Berg hoch, hatten wir einen ganz weiten Ausblick über dieses schöne Mittelgebirge.
Durch enge aber nicht düstere Täler, an plätschernden Bächen führte der Weg weiter. Gegen Abend fing es an zu regnen, aber als wir unsere Zelte aufbauen wollten, hörte es auf. Wir haben Wasser aus dem Bach abgekocht und Brennesseltee gemacht, und als ich zum Duschen am Bach war, es wurde schon dunkel, war der Wald voller Glühwürmchen.
Gerade nachdem wir in unsere Zelte gegangen sind, fing es wieder an zu regnen. Ich habe das Gefühl, ich habe immer Glück.
Die Tageskarte, die wir heute früh gezogen haben lautete Verantwortung.
Ich wurde danach gefragt, ob ich die denn immer noch ziehen würde. Ja, jeden Morgen.
So, wir wollen morgen früh weiter, deshalb gute Nacht.
Heide
wanderheide am 03. Juli 12
|
Permalink
|
|

Lektüre
Es fällt mir schwer, den ganzen Tag still zu sitzen und den Fuß zu kühlen.
Aber: Kurzgeschichten von Siegfried Lenz und der Roman v " Vom Hundertjährigen, der aus dem Fenster sprang und verschwand " helfen mir über die Zeit hinweg. Der Fuß ist ein ganz klein wenig besser, man ahnt schon wieder, wo der Knöchel sitzt.
Das Buch vom Hundertjährigen.... Kann ich wärmstens empfehlen, es ist so humorvoll und u terhaltsam, es lohnt sich, das zu lesen!
Leider bin ich zu dumm, mir billige Bücher herunter zu laden. Ich bin immer erstaunt, wenn ich es überhaupt schaffe und weiß dann hinterher nicht mehr, wie ich das eigentlich gemacht habe. Na ja, Übung macht den Meister.
Ausserdem frische ich meine Polnischkenntnisse auf. Ich bin erstaunt, dass ich verhältnismäßig wenig vergessen habe.
So, am Abend schaue ich noch ein Stündchen in den Fernseher, das habe ich dann ja für lange Zeit nicht mehr.
Einen schönen Sonntag
Heide
wanderheide am 30. Juni 12
|
Permalink
|
|

Fünf Tage in Naila
Ihr Lieben,
auf ärztlichen Rat schone und kühle ich meinen Fuß, da er in den letzten Tagen wieder richtig schlimm geworden war. Gernot kommt erst am Sonntag, so dass ich rechne, dass wir Montag weiter wandern.
Zum Glück ist es mir gelungen ein ebook ruter zu Laden, so dass ich wenigstens etwas zu lesen habe. So liege ich viel auf der Terasse, Quark auf dem Fußgelenk und lese. Da es nichts Neues geben wird, schreibe ich die nächsten Tage wahrscheinlich nichts in den Blogg.
Liebe Grüße Heide
wanderheide am 28. Juni 12
|
Permalink
|
|

Die richtige Diagnose
Dank Aboretum bin ich in Naila nicht zum Praktischen Arzt, sondern zum Orthopäden gegangen. Der hat einen Ultraschall gemacht und eine Gelenkkapselentzuendung festgestellt. Ich glaube, er hat Recht, so fühlt es sich eher an. Die Sehnenscheidenentzuendung habe ich nie ganz geglaubt, weil ich in der Achillessehne keine Schmerzen hatte.
Ich soll den Fuß kühlen und ruhen, das ist die Hauptsache. Aber nicht, wie bei einer Sehnenscheidenentzuendung sechs bis sieben Wochen, sondern nach einer Woche müsste es deutlich besser sein.
Da ich Gernot erwarte und der nicht kommt um mit mir auf dem Zimmer zu hocken, ruhe ich den Fuss jetzt aus, wandere dann mit Gernot und mache danach eine längere Pause. Möglichst auf einem Campingplatz, damit es nicht so teuer wird.
Heute bin ich mit dem Zug von Naila zurück nach Marxgruen gefahren und habe dort ein Zimmer für 18.-€ bekommen. Der Rucksack war arg schwer, da ich eingekauft hatte und auch für Yukon Futter mitgenommen habe.
Yukon geht es gut, der Tierarzt hat allerdings Tabletten für die Gelenke verordnet, die den Knorpel aufbauen sollen.
Yukon hat noch immer zwei kg Übergewicht, das zeigt, dass er genug zu fressen bekommen hat.
Ich habe mehr als fünf kg abgenommen, fühle mich aber ganz wohl und esse mich immer satt. Wenn ich wieder zu Hause bin, sind die ganz schnell wieder drauf.
So, die Wirtin hat mir den Spinat gekocht, den ich eingekauft hatte. Spinat könnte ich drei mal die Woche essen!
Bis bald
Heide
wanderheide am 26. Juni 12
|
Permalink
|
|

König David und das Höllental
König David heißt ein Aussichtspunkt und das Höllental ist wild romantisch, tief eingeschnitten mit steilen Felswänden und wird von der Selbitz durchflossen. Die Wanderung heute war schön, die Landschaft abwechslungsreich. An der Selbitz bin ich viele Stunden entlang gewandert und habe jetzt mein Zelt zwei km vor Naila auf einer Wiese direkt am Bach aufgestellt. Ich denke, dass ich in Naila Pause mache bis Mi oder Do um meinen Fuß zu schonen und auf meinen Freund Gernot zu warten, der ein paar Tage mitwandern will.
Das Wetter ist freundlich zu uns, es ist verhältnismäßig kühl, das ist gut zum Wandern, mittags hat es kräftig geregnet, da habe ich meine Luftmatratze aufgeblasen, den Schlafsack ausgepackt und mich am Wegrand, unter einer Eisenbahnbrücke, ausgeruht.
Jetzt hoffe ich nur, dass ich morgen in Naila ein preisgünstiges Zimmer mieten kann.
Viele liebe Grüße
Heide
wanderheide am 25. Juni 12
|
Permalink
|
|

Auf dem Frankenweg !
Heute morgen waren meine Sachen noch nicht alle trocken, deshalb bin ich erst am späten Vormittag losgewandert. Die letzte
Etappe auf dem Kammweg Erzgebirge / Vogtland. Wieder ging es an der Grenze entlang, auf dem Grünen Band. Diesmal war der Weg aber deutlich ansprechender, so dass das Wandern Freude gemacht hat. Erschütternd ist allerdings, wie viele Gehöfte und Dörfer abgerissen wurden, um die Grenzsicherung zu erbauen und freie Sicht zu haben. Immer wieder findet man Hinweistafeln.
In Blankenstein, dem Drehkreuz des Wanderns, angekommen, habe ich eine Kleinigkeit gegessen und bin dann zügig weiter gegangen, denn im Regenradar hatte ich gesehen, dass es in etwa einer Stunde nass werden würde.
So haben wir einen Platz im Fichtenwald, nah bei Blankenstein, als Zeltplatz gewählt. Kaum stand unsere Behausung, fing es an zu tröpfeln.
517 km Frankenweg liegen nun vor uns.
Allerdings will ich in Naila, anderthalb Tageswanderungen von hier, Besorgungen machen, Yukon einem Tierarzt vorstellen und selber wegen meines Fußes noch einmal zum Arzt, um die Medikamentation zu besprechen.
Ich freu mich auf den Weg!
Eine gute Woche wünsche ich Euch
Heide
wanderheide am 24. Juni 12
|
Permalink
|
|

Ein unschöner Weg
Wieder das Grüne Band und wieder niedriges Gestrüpp rechts und links, der Plattenweg mit schmalen, tiefen Löchern übersät, so dass man ständig aufpassen musste, sich nicht die Füße zu verknacken. Und für Yukon hatte ich auch Sorge, dass er sich verletzt, wenn er in ein Loch tritt.
Bei meinem Tempo, heute waren es wieder nur zwei km in der Stunde, mussten wir fast vier Stunden so wandern.
Dann kamen wir nach Hirschberg an der Saale. Und dort ist es echt schön!
Schroffe, steile Felsen, im Tal die leicht angestaute Saale Wiesen nd viel Wald.
Nur, der Pennymarkt ist wieder ganz abseits vom Wanderweg, zwei km hin, zwei zurück. Ein netter junger Mann hat mich hingefahren, zum Einkaufen, aber, als ich Yukon in den Kofferraum lassen wollte, habe ich mir an der Anhaengerkupplung die Hose völlig versaut.
Erst einmal in die Imbissbude, denn ich habe seit sechs Tagen nichts Warmes gegessen und hatte einen Mordshunger. Dann eikaufen und Yukon füttern.
Er hat sogar 250 Gramm Rinderhackfleisch bekommen, (Schweinefleisch verträgt er nicht gut,) da seine Ernährung in den letzten Tagen auch sehr zu wünschen übrig ließ.
Ja, und dann musste ich mir ein Zimmer suchen, um meine Hose zu waschen.
Außerdem war ich ziemlich kaputt und brauchte Ruhe.
Die Pension in der ich fragte, war belegt, aber die Inhaberin hat mich in ihr Ferienhaus gefahren und das liegt genau an meinem Wanderweg.
Viel Ruhe habe ich nicht bekommen, denn ich habe sämtliche Klamotten, sogar Yukons Hundedecke, gewaschen. Ich hoffe, dass morgen früh alles trocken ist, damit ich weiter wandern kann.Dann habe ich das Ende des Erzgebirge- Vogtland Kammweges erreicht und wandere auf dem Frankenweg weiter.
Euch allen einen schönen Sonntag,
Heide
wanderheide am 24. Juni 12
|
Permalink
|
|

Dur und Moll
Dur, weil es eine Wonne ist, morgens unter Lerchengesang loszuwandern, über eine hügelige Hochebene mit Weizen-, Gersten-, Mais-, und Rapsfeldern.
Weite Blicke, bis zum Fichtel- und Erzgebirge belohnen für die Strapazen des Aufstiegs. Der Himmel ist ganz nah, die Sonne scheint, große, weiße Wolken ziehen und ein kräftiger Wind, wie an der See, weht, so dass es nicht zu warm wird.
Moll, weil der längste Tag des Jahres vorüber ist. Da ich nach Süden wandere, werden die Tage sowieso kürzer, Der Höhepunkt des Jahres ist überschritten.
Moll auch, weil ich eine ganze Strecke zwischen Thüringen ( seit heute bin ich nicht mehr in Sachsen) und Bayern im sogenannten grünen Band gewandert bin. In einem Abschnitt ist die Grenzsituation rekonstruiert: Plattenweg, gepflügter Streifen, Betongraben und Zaun. Einfach grauslich.
Auch landschaftlich gefällt mir das grüne Band nicht besonders. Es soll ökologisch sehr wertvoll sein, belehren Infotafeln.
Nun aber zu meiner Mittsommernacht: Ich hatte mir überlegt, dass ich ein Zimmer mieten wollte, eine Kerze und ein Glas Wein organisieren und dann mein ganz persönliches Fest feiern.
Als ich in Krebel nach einem Zimmer oder einem Gasthaus fragte, erfuhr ich, dass es beides nicht gibt. Ich erzählte der Frau, dass ich schon seit vier Tagen nicht warm gegessen hätte, da es keine Gasthäuser am Weg gab.
Sofort wurde ich zum Abendbrot eingeladen, die Gute hatte verstanden, ich hätte seit vier Tagen NICHTS gegessen. Obgleich ich das richtig stellte, bekam ich noch ein reichliches Frühstück mit auf den Weg und den Rat in dem kleinen Häuschen schräg gegenüber zu fragen, denn die Dame verwalte ein Künstlerhaus, in dem schon mal Leute übernachten.
Ich verwechselte aber das Häuschen, es sah mir so gar nicht nach Künstlern aus, und fragte beim Nachbarn.
Es stellte sich heraus, dass das Ehepaar nur ein paar Tage in ihrem Ferienhaus war, sie mich aber gern zu meiner Mittsommerfeier einladen wollten.
So bekam ich noch einmal Abendessen , zwei Kerzen, mehr als ein Glas Wein und gute Gespräche . Bis nach Mitternacht haben wir zusammen gesessen.
Ich konnte dort schlafen, habe aber noch bis zwei wach gelegen und diese besondere Nacht ausgekostet. Schon kurz vor sechs war ich wieder wach, habe aber noch gelegen, da wir verabredet hatten, gegen acht aufzustehen.
Nach einem leckeren Frühstück (Yukon hat die Butterbrote von der Nachbarin und zwei Yoghurt bekommen) bin ich gegen 10 Uhr losgewandert.
Am Abend fand ich tatsächlich ein Gasthaus aber...... Es hatte ab 18 Uhr geschlossen und ich war zehn Minuten zu spät. Dennoch bekam ich eine Bockwurst und einen Kartoffelsalat und ein kühles, großes Pils. Bezahlen musste ich nichts, die Wirtin hat mich eingeladen, weil sie es so gut fand, dass ich diese Wanderung mache. Zu guter Letzt schenkte sie mir noch drei Dosen, eine mit Leberwurst, die anderen beiden sind eine Ueberaschung, weil nichts drauf steht.
Eine Stunde sind wir noch sehr langsam gewandert, weil sich kein geeigneter Schlafplatz fand.
Morgen kann ich einkaufen. Ob ich es allerdings ganz bis Blankenstein schaffe ist fraglich, heute stimmte die km Angabe gar nicht, es war statt angegebenen 13 km etwa 22 km. Es sieht mir fast so aus, als sei das morgen auch so.
Und einkaufen hält auch immer sehr auf. Na ja, dann wäre ich eventuell erst am Sonntag in Blankenstein, ist ja auch kein Problem.
Für heute gute Nacht und ein ganz schönes Wochenende
Heide

wanderheide am 22. Juni 12
|
Permalink
|
|
